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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Äußerst ernsthafte Existenzsorgen
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  Goethering: Die Einkaufsstraße für Wiederverkäufer
Äußerst ernsthafte Existenzsorgen
Der Ausbau des Ringabschnittes bleibt in der Diskussion - Stadt und Großhandelsverband im Wirtschsaftsbereich Osnabrück am runden Tisch

Die Neugestaltung des Teilabschnittes Heinrich-Heine-Straße bis Berliner Platz innerhalb des inneren Stadtringes bleibt in der Diskussion. Der Goethering - die Straßenbauarbeiten haben schon begonnen - kann unter Umständen noch zu einem Streitfall werden. Vorerst bewegt sich die Klärung der Meinungsverschiedenheiten jedoch noch auf der Ebene ernsthaft geführter Aussprachen. Im Anschluß an eine Besprechung von Vertretern der Stadt Osnabrück und des Großhandelsverbandes im Wirtschaftsbereich Osnabrück (GIWO) legte am 25. Februar 1960 der Vorstand der Stadt eine Eingabe vor, in der die Wünsche und Hoffnungen des GIWO in Bezug auf den Goethering zusammengefaßt waren. Ende vergangener Woche setzten sich Senator Cromme, Oberbaurat Dahrenmöller und Dr. Castan, der Geschäftsführer des GIWO, noch einmal an den runden Tisch.- Sie bemühten sich um eine Lösung der noch strittigen Fragen.
Über die Eingabe des GIWO an den Verkehrsausschuß der Stadt Osnabrück berichtete das " Osnabrücker Tageblatt" am 16. März ausführlich. Es ging dabei um drei Wünsche des Verbandes: 1. Schaffung eines Parkplatzes auf dem toten Raum vor den Häusern G. Strick & Söhne sowie Boch und Kaminski; 2. Schaffung von Parkmöglichkeiten auf dem Gehweg auf dem Abschnitt des Ringes zwischen Kleist- und Schlagvorder Straße; 3. Anlage eines Parkplatzes auf dem Stresemannplatz (früher Goetheplatz).
Im Anschluß an die neue Aussprache Stadt-GIWO legte der Verband der Stadt am 4. April eine neue Denkschrift vor, in der noch einmal - der inzwischen veränderten Lage angepaßt - die Wünsche des Großhandels dargelegt wurden.
Es wird in dieser Stadt festgestellt, daß die räumliche Zusammenballung rund um den Goethering auf städtebauliche Gründe zurückzuführen ist. Vor etwa 40 Jahren hätten die Großhandlungen in diesem Teil der Stadt beste Niederlassungsmöglichkeiten in Osnabrück gefunden. Das Ergebnis sei dann der Ausbau dieses Stadtteils zu einem Großhandelszentrum geworden. Heute stelle sich der Goethering als eine echte Einkaufsstraße für Wiederverkäufer vor.
In ausführlicher Darlegung schildert der Verband der Stadt dann noch einmal seine Bedenken gegen die vorgesehene Neuordnung des Goetheringes. Der GIWO begrüßt die Planung von Parkflächen auf dem Stresemannplatz, mit denen aber nur einem Teil der durch den Ausbau des Goetheringes betroffenen Großhandelsfirmen geholfen werde. Der GIWO schlägt daher vor, auf dem Straßenabschnitt Schlagvorder Straße und Berliner Platz beiderseitig eine zwei Meter breite Parkspur anzulegen. Auch kritisiert der Verband die Vielzahl der eingeplanten Ampelanlagen. Die Erfahrung lehre, daß Signalanlagen, die in kurzen Abständen angelegt würden, die Flüssigkeit des Verkehrs in keinem Fall erhöhten.
Auch die Neuordnung der Abbiegermöglichkeiten vom Ring aus in die Möserstraße erscheint dem GIWO sehr unzweckmäßig. Der Vorstand gibt zu bedenken, ob die Sperrung der Kreuzung Möserstraße für den Abbiegerverkehr in Richtung Wittekindstraße wirklich zwingend erscheine. Wer sich als neutraler Beobachter die Planung auf der Karte betrachtet, fragt sich tatsächlich, ob die verbleibende Fahrmöglichkeit zur Wittekindstraße über die Schlagvorder Straße die beste Lösung sein wird.
Über all diese Fragen wird man noch einmal gründlich nachdenken müssen. Dabei sollte auch jene Frage eine Beantwortung finden, ob auf dem Teilabschnitt Goethering nun unbedingt die Forderungen des Verkehrs vor denen der Wirtschaft zu rangieren haben. Man kann darüber streiten. Aber ein Streit sollte erst dann beginnen, wenn eine gütliche Regelung zum Nutzen aller Interessenten nicht mehr zu erreichen ist. Auf diese gütliche Klärung der strittigen Probleme aber sollte zu hoffen sein.


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