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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das natürliche Landschaftsbild bleibt erhalten
Zwischenüberschrift:
Eine Brücke auf dem Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das natürliche Landschaftsbild bleibt erhalten
Eine Brücke auf dem Westerberg

Neue Verbindungsstraße für den " leichten" Verkehr zwischen Eversburg und Wüste oder Rheiner Landstraße - Nur die
Abhänge für den Bau von Eigenheimen ausgewiesen -
Vom Rißmüllerplatz bis ins Heger Holz

Als der Plan aufgegriffen wurde, den Westerberg in das Bebauungsprogramm einzubeziehen, hatte die Stadt Wind gesät. Sie rechnete zwar mit einem kleinen Wellenschlag, aber sie ahnte nicht, daß sie mit diesem Vorstoß eine Sturm ernten würde, der selbst im Sitzungssaal des Rates die " Wogen branden" ließ. Die einen waren dagegen, die anderen dafür. Da versteiften sich die Fronten, bis es schließlich beschlossene Sache war, den Westerberg baureif zu machen. Wenn aus weiten Bürgerkreisen gegen solcheÜberlegungen Stellung genommen wurde, so nur aus der Befürchtung heraus, daß der Westerberg als Erholungsgebiet verloren gehen könnte. In der Tat ist dieses weiträumige Gelände dem Fahrzeuglärm völlig abgekehrt. Hier handelt es sich um ein Landschaftsbild, dessen natürlicher Charakter dem Spaziergänger die frische Luft bewahrt und ihm eine weiten Rundblick auf die Stadt Osnabrück beschert. Die Absicht, ausgerechnet dieses riesige Stückchen Erde unter neuen Häusern zu begraben, ließ einen Teil der Öffentlichkeit sauer reagieren. Von Amts wegen bedurfte es also überzeugender Argumente, um die Verwirklichung des Planes zu erreichen und dabei ausgleichend zu wirken.

Das Ziel ist nun abgesteckt, und die Aufschließung läßt sich nicht mehr aufhalten. Keine rigorose Besiedelung des Westerberges, der eine Gesamtfläche von über 55 Hektar mißt. Während die Stadt den größten Anteil besitzt, teilen sich den Rest der Domänenfiskus und Private.

So liegen die Dinge

Ist von einer Bebauung des Westerberges die Rede, dann kann ein etwaiger Seitenhieb aus den Reihen der Bevölkerung nicht überraschen. Aber die Dinge liegen doch wesentlich anders, als sie sich der eine oder andere vorstellt. War beispielsweise davon die Rede, daß die neue über den Westerberg führende Straße den Verkehrsstrom von der Natruper Straße aufnehmen soll, so ist diese Deutung falsch. Als irrig muß auch die Meinung abgetan werden, nach der das weite Gebiet den vielen Erholungssuchenden bald nicht mehr zugänglich sei. Wenn die Bebauungsflächen mit nur rund 17 Hektar ausgewiesen sind (davon schon mehr als die Hälfte aus privatem Streubesitz!), wird der Westerberg lediglich zu einem knappen Drittel mit Eigenheimen bestanden sein. Nicht zu übersehen ist die Auflockerung durch Gärten sowie öffentliche Grün- und Freiflächen.

Die Neuerungen

Mit anderen Worten: Allein die Hangseiten sollen bebaut werden, während sich die weite Bergkuppe im naturgebundenen Charakter nicht verändert - bis auf eine Ausnahme, die manche " unrühmlich" nennen. Da zeichnet sich augenblicklich schon der feste Unterbau einer sieben Meter breiten Straße (sie vereinigt zwei Fahrbahnen) ab, die von der Caprivistraße abzweigt und auf die Albrechtstraße mündet, etwa zwischen Schoellerstraße und Reimerdesstraße. Im Zuge dieser Neuerung soll die Barbarastraße aufgehoben werden und nur noch als Zufahrtstraße zu den Kasernen dienen. Auf der anderen Seite ist die Umwandlung der Albrechtstraße, die vorläufig den Anschluß an die über den Westerberg laufende neue Verbindungsstraße herstellt, in eine reine Wohnstraße vorgesehen.

Die Verkehrswege

Der Verkehr, der von Eversburg aus die Wüste und die Rheiner Landstraße erreichen will, nimmt in Zukunft seinen Weg über die erwähnte Verbindungsstraße. Dabei wird es sich fast ausschließlich um Personenwagen handeln, zumal Lastkraftwagen die Steigungen sicher nicht in Kauf nehmen und also besser über die Natruper Straße und den inneren Ring rollen. Der Verkehr, der aus Richtung Eversburg zur Innenstadt strömt, hat sich wie bisher auf der Natruper Straße und den Wall einzuordnen. Wahrscheinlich ist es jedoch, daß die neue Westerbergstraße den Lieneschweg fühlbar entlasten dürfte.

Anbaufreie Straße

Die im Bau befindliche Verbindungsstraße zwischen Caprivi- und Albrechtstraße bleibt anbaufrei. Das heißt, daß die Bergkuppe weiterhin als reine landwirtschaftliche Nutzungsfläche dienen kann, während die Eigenheime an der früheren Apfelallee, zwischen der Richard-Wagner-Straße und Mozartstraße, südlich der Sedanstraße und überhaupt an den unteren Hängen des Westerberges entstehen. Nach wie vor gilt der Kammweg als Spazierweg, so daß die Fußgänger vom Rißmüllerplatz aus durch ein unberührtes Erholungsgbiet bis ins Heger Holz wandern können, wobei ihnen nicht mal die Fernsicht versperrt wird. Auf diesem Wege soll noch eine Betonbrücke geschlagen werden, die über die neue Verbindungsstraße führt. Das Projekt läßt sich in diesem Jahre leider nicht mehr verwirklichen, weil die dafür erforderlichen Gelder fehlen.


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