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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zur Wahrung der Stadtschönheit
Zwischenüberschrift:
Forderung aus dem Leserkreis: Gründung eines Bundes zur Erhaltung der Stadtschönheit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Wahrung der Stadtschönheit

Forderung aus dem Leserkreis: Gründung eines Bundes zur Erhaltung der Stadtschönheit

Ein Leser schreibt:

" Jetzt ist es soweit. Unsere schönen Wallanlagen werden aufgerollt! Die letzten Reste an Schönheiten unserer Stadt, welche wir nach einer barbarischen Kriegsführung in unsere Tage hinein retten konnten, sollen in einem wahren Akt der Selbstzerfleischung zerstört werden, der Verkehr will seine Opfer haben! Der Verkehr ist das Primäre, dem sich alle, vor allem die menschlichen Belange des Lebens, unterzuordnen haben. Wo sich vorige Woche noch Ausspannung suchende Menschen an den herrlichen Grünanlagen und wundervollen alten Bäumen an Herz und Gemüt erfreuten, da werden in Kürze Lastzuggerassel und Benzingestank die Lage beherrschen.
Der noch einigermaßen natürlich und gesund denkende und empfindende Bürger faßt sich an den Kopf und stellt sich die Frage: Wie ist es möglich, daß unter 41 Ratsherrn nicht einer ist, der den Mut uafbringt und öffentlich sein Veto gegen dieses Tun erklärt? Die Antwort auf diese Frage ist schnell gegeben. Schon bei einer früheren Gelegenheit (Abschaffung der Straßenbahn) war es so, daß eine ganze Reihe von Ratsmitgliedern dagegen war, sich aber bei der Abstimmung dem Fraktionszwang beugte. Hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Parteien zwingen ihre Mitglieder, gegebenenfalls gegen ihre persönliche Überzeugung zu stimmen.
Die zweite Frage, welche sich der Bürger nun vorlegt, ist: Wie schaffen wir hier eine Änderung, wie schützen wir uns in Zukunft vor ähnlichen Überrumpelungen. Ich glaube, das OT hat mit seiner Andeutung recht. Die Bürger unserer Stadt müssen sich zu einer Vereinigung oder einem Bund zusammenschließen und solche Männer in das Rathaus wählen, von denen man weiß, daß sie in erster Linie die Interessen unserer Bürgerschaft im Auge haben. Liebe zur Heimatstadt Osnabrück ist das wichtigste, was man von einem Ratsherrn verlangen muß. Die Parteipolitik wollen wir den Ländern und dem Bund überlassen. Das wichtigste Statut bei der zu gründenden Vereinigung muß lauten: Es darf bei Abstimmungen kein Fraktionszwang angewandt werden.
L. W."

" Dem Treiben Einhalt gebieten!"

Ein Leser schreibt:

" Ich möchte es nicht versäumen, Ihnen dafür herzlichst zu danken, daß Sie sich für die Erhaltung der Wallanlagen so vorbildlich eingesetzt haben. Gleichzeitig darf ich Sie aber auch bitten, weiterhin Ihr möglichstes zu tun, damit dem Treiben Einhalt geboten wird. Die Osnabrücker Bevölkerung wird Sie in ihrer Mehrzahl unterstützen.
H. K. W."

Ein " Denkmal" errichten!

" Auch mich hat das Verschandeln der Anlagen am Wall entrüstet. Können die Herren, die derartiges veranlassen, ihr Tun verantworten? Sind die Behörden, welche mit diesem ` Elan` vorgehen, immer so besessen, wenn es sich auch mal um andere Dinge handelt? Liebe Bürger, müssen wir alles hinnehmen, wenn die Kultur niedergewalzt wird und unsere Steuergelder für Zwecke solcher Zerstörung Verwendung finden? Warum diese Scheu; nennen die Verantwortlichen doch ihre Namen, damit wir Ihnen ein ` Denkmal` errichten. Gegebenenfalls werden soviel Groschen auch noch zusammenkommen.
Steuerzahler und Bürger
der Stadt Osnabrück W. F."


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