User Online: 4 | Timeout: 04:33Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Signalanlage bestimmt das Tempo!
Zwischenüberschrift:
Das Problem der Kreuzung Martinistraße / Wall durch die Brille eines Kraftfahrers gesehen:
Abnahme einer Fahrspur für den Rechtsabbiegerverkehr vom Bürgersteig ist ausreichend
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Kraftfahrer schreibt:

Der Streit um den Ausbau der Kreuzung Martinistraße / Wall geht weiter. Da niemand voraussagen kann, wie sich der Verkehr in der Zukunft gestalten wird (der Verkehrsausschuß des Rates hat zwar festgestellt, daß seine Grenze durchaus abzusehen ist), bleiben das Für und Wider in krassem Gegensatz. Es hat dabei den Anschein, daß bisher die sich ergebenden Vorteile zu sehr ins Licht gerückt worden sind und dabei die Tatsache vergessen worden ist, daß auch weiterhin die Signalanlage abwechselnd Rot und Grün zeigen wird. Es verhält sich ja so, daß die Kreuzung nach dem ersten Umbau (es wurden hier schon vor wenigen Jahren nicht unbeträchtliche Gelder investiert) nicht genügend ausgestaltet wurde. Wenn man damals etwas großzügiger gewesen wäre, würde es heute keinen Streit mehr um die Wälle geben!

Es wird argumentiert, daß vor dem Mädchengymnasium die Fahrbahn zu schmal ist, damit sich auf den drei getrennten Bahnen die Fahrzeuge richtig einordnen können. Der Verfasser dieser Zeilen, der täglich die Kreuzung mehrfach befährt, hat es noch nie erlebt, daß sich auf allen drei Bahnen " dicke Brummer" gleichzeitig aufstellen wollten. Es wird weiter begründend angeführt, daß die Martinistraße schräg überfahren werden muß, um in den Schloßwall zu kommen. Aber es ergibt sich doch die Frage, ob dies den Fließverkehr wirklich behindert. Es gibt nämlich nur sehr wenige Fahrzeuge, die täglich die Wälle befahren und ohne Halt vor der Signalanlage durchfahren können.
Diese beiden Faktoren haben die Verwaltung also bestimmt, die Kreuzung zum zweiten Male umzubauen, wobei man von dem ursprünglichen Plan Prof. Schlums abgegangen ist, hier einen Kreisverkehr einzurichten (der auch nicht ausgereicht hätte). Zweifellos werden durch die vorgesehenen Maßnahmen diese beiden Fehler im wesentlichen beseitigt. Bei genauer Prüfung wird man aber zugeben müssen, daß die erwünschte Beschleunigung gar nicht eintreten kann! Es wurde bereits festgestellt, daß die Signalanlage Dreh- und Angelpunkt bleibt. Von ihr ist nämlich die Geschwindigkeit aller Fahrzeuge abhängig! Man sieht dies doch schon auf der gegenüberliegenden Seite. Alle Fahrzeuge fahren vom Ratsgymnasium her trotz genügender Straßenbreite mit mäßiger Geschwindigkeit an die Kreuzung heran, weil sie an der Signalanlage " Rot" erwarten müssen. Dasselbe wird sich auch in Zukunft auf der anderen Seite ergeben.
Es kann daraus die Folgerung gezogen werden, daß auch in Zukunft auf dem Stück zwischen Schnatgang und Rehmstraße kaum Überholungen vorkommen werden, weil die Fahrzeuge von der Kreuzung her doch einzeln anfahren und jedes Fahrzeug schnellstens auf die zulässige Geschwindigkeit von 50 km/ h kommen will. Außerdem behindern auf dem weiteren Stück des Walles hier die vielen Fußgängerinseln ja ein Überholen, da sie nur für zwei Personenwagen Platz lassen. Damit bleiben auf dem weiteren Wall die gleichen Behinderungen wie hinter der Kreuzung. Es ergibt sich also, daß ein erheblich verbesserter Fließverkehr gar nicht erreicht werden kann.
Man sollte daher überlegen, ob nicht mit geringeren Mitteln Besserung erreicht werden kann! Dazu bieten sich folgende Möglichkeiten: Der Bürgersteig vor der Oberschule für Mädchen ist sehr breit. Hier könnte so viel Platz gewonnen werden, daß es für eine Bahn für den Rechtsabbiegerverkehr reicht und die bisherige Fahrbahn für die beiden anderen Richtungen ausreichen würde.
Der Unterricht in der Schule würde nicht mehr und nicht weniger gestört werden als bisher. Auf dem Schoßwall könnte ebenfalls von dem Bürgersteig so viel Raum abgenommen werden, daß auf dem Stück vor der Turnhalle Personenwagen die Möglichkeit hätten, schwere Fahrzeuge zu überholen. (Übliche Lastkraftwagen können schon heute überholt werden, wie die Praxis zeigt!) Bleiben würde damit lediglich die bisherige Überquerung der Martinistraße. Das aber ist nicht wesentlich, weil die Geschwindigkeit von der Signalanlage bestimmt wird. B.M.
Autor:
B.M.


Anfang der Liste Ende der Liste