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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wallplanung und Schulbau
Zwischenüberschrift:
Ist Osnabrück noch eine schulfreundliche Stadt?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:

Man schreibt uns:
" Ob wohl einer der Ratsherren oder Verwaltungsbeamten, die das Straßenbauprojekt am Wall beschlossen oder geplant haben, eine Tochter hat, die das Gymnasium für Mädchen am Wall besucht? Ob er wohl schon einmal einen Elternnachmittag besucht hat und in anderthalb Stunden bei fest verschlossenen Fenstern und in schlechter Luft darüber nervös geworden ist, daß der Verkehrslärm die Aussprache zwischen Eltern und Lehrer zeitweise unmöglich macht?
Wenn es einen solchen Ratsherren oder Verwaltungsbeamten gäbe, so hätte wenigstens er erkennen müssen, welchen Belastungen hier erst die Nerven der Kinder täglich ausgesetzt sind, und wenigstens ihm hätte es bewußt werden müssen, daß mit der Ausgabenpolitik unserer Stadt etwas nicht stimmt.
Es soll hier einmal gar nicht um die Frage gehen, ob die Verkehrsplanung einer Großstadt auf das Schicksal einiger ehrwürdiger alter Bäume Rücksicht zu nehmen hat. Es muß aber erlaubt sein, einmal ganz schlicht die Frage zu stellen:
Worauf hat sich unsere Sorgepflicht mit Vorrang zu richten? Auf die Nerven einiger Kraftfahrer, die versagen, wenn der Verkehr einmal nicht schnell genug " fließt", oder auf die Nervenkraft unserer Kinder, mit der es - wie die Nervenärzte täglich erfahren - ohnehin schlimm genug bestellt ist?
.....
.....
Wir möchten in unseren Stadtvätern gern so etwas wie treusorgende Familienväter sehen, die zuerst an ihre Kinder und erst dann an ihr Auto denken. Man möge uns nicht verübeln, wenn wir eine solche Einschätzung von der Erfüllung gewisser Forderungen abhängig machen:
Wir meinen, daß man das Mädchengymnasium ganz aus dem Verkehrslärm herausnehmen müßte, bevor man mit gutem Gewissen 650 000 DM für die Umgestaltung des Walles ausgeben kann; zumal man in zehn Jahren das Gebäude des Mädchengymnasiums doch nicht mehr, ohne zu erröten, als Schulgebäude anzusprechen wagen wird.
Wir meinen ferner, daß man an so großzügige Verkehrsprojekte, wie sie für die nächsten Jahre geplant sind, überhaupt nur mit gutem Gewissen herangehen kann, wenn begründete Aussicht besteht, daß man das Erziehungswesen der Stadt mindestens gleichzeitig in Ordnung bringen kann. ..........


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