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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Wallanlagen werden abgebaut
Artikel:
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Originaltext:
Wallanlagen
werden abgebaut

Schon am 28. Juli soll der Wall zwischen der Rehmstraße und dem Heger Tor sein Gesicht verlieren. Der Rat der Stadt hat es so beschlossen. Breite Betonbänder werden dann die Grünanlagen ersetzen. Osnabrück schafft sich eine Rennbahn inmitten der Stadt. Das darf nicht sein! Das " Osnabrücker Tageblatt" hat gegen diesen Plan Stellung genommen. Denn es ist kein guter Plan. Was gesagt werden muß, soll gesagt werden. Es geht um die Erhaltung historischer Anlagen. Es geht um die Verhinderung eines Planes, der sich als ein Fehler erweisen wird. Denn seine Verwirklichung ist überflüssig. Nach dem Bau der Umgehungsstraße wird alles anders aussehen.
Voller Ernst hat das " Osnabrücker Tageblatt" seine Meinung gesagt. Es wollte nicht schweigen, solange noch gesprochen werden konnte. Auch die Bürgerschaft hat sich eingeschaltet und gesprochen. Aber nicht ein Ratsherr meldete sich bisher zu Wort. Nicht ein Ratsherr rechtfertigte sein Handeln. Das ist beschämend. Denn alle 41 Mitglieder des Rates der Stadt wurden   durch Handschlag feierlich verpflichtet, ihre Aufgaben nach   bestem Wissen und Gewissen unparteiisch wahrzunehmen und die   Gesetze zu beachten. Sie mögen bei dem Beschluß der   Wallveränderung guten Glaubens gehandelt haben. Heute aber   steht fest, daß dieses Projekt nicht reichlich ausdiskutiert   wurde.
Trotzdem soll jetzt am 28. Juli mit den Bauarbeiten begonnen werden. Weite Teile der Bürgerschaft erblicken darin einen Affront gegen sich selbst. Denn die Bürger hatten geglaubt, daß man sie anhören würde. Das Gegenteil war der Fall. Der ursprünglich für den 4. August geplante Baubeginn wurde völlig unmotiviert um eine Woche vorverlegt. Man wird die Verantwortlichen eines Tages zur Rechenschaft ziehen. Ob sie dann mit gutem Gewissen ihr Handeln verantworten können? Keine Verwaltung und auch kein Rat ist allmächtig. Das hätte man bedenken sollen.


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