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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Verschwindet nun der Wall- Mittelstreifen?
Artikel:
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Originaltext:
Verschwindet nun der Wall-Mittelstreifen?
Noch immer steht die Umgestaltung des Walles zwischen Heger Tor und Rehmstraße im Gespräch der Osnabrücker Bürgerschaft - Es muß eine glücklichere Lösung gefunden werden

Osnabrück ist heute noch in der Lage, seine Bürger durch schöne Wallanlagen zu erfreuen. Das wird sich in wenigen Wochen schon grundlegend geändert haben. Denn der Rat der Stadt beschloß die Verstümmelung eines Stückes des uns noch verbliebenen Walles, um dafür rennbahnähnliche breite Betonbänder zu schaffen. Kopfschüttelnd nahm die Bürgerschaft diese Pläne zur Kenntnis. Und es gibt nicht wenige Osnabrücker, die bereits heute der Ansicht sind, daß es zwecklos sei, diese Maßnahmen zu kritisieren, da doch getan werde, was einmal beschlossen sei. Gut, das mag stimmen. Aber das befreit niemanden von der Pflicht, gutgemeinte Kritik anzumelden, solange die Umgestaltungsarbeiten des Walles noch nicht begonnen haben. Jede Stunde, in der das Vorhaben der Stadt am Wall aufgehalten werden kann, ist eine gewonnene Stunde. Allein schon in der Hoffnung, daß sich noch eine glücklichere Lösung finden läßt. Heute nun noch einige Worte zur vorgesehenen Neugestaltung des Ringabschnittes von der Rehmstraße bis zur neuen Grünanlage zwischen Wall und Hans-Böckler-Straße.

In unserer Ausgabe vom 20. Juni veröffentlichten wir zu einer Planskizze die Ansicht des Bauamtes zu diesem Projekt. In wenigen Worten zusammengefaßt, besagt es, daß der heute noch vorhandene Baumstreifen auf dem Wallstück Rehmstraße bis zu der neuen Grünanlage am Wall völlig verschwinden soll. Man hat dafür eine vierspurige Fahrbahn vorgesehen, die das Bild des Ringes aus der Richtung Schloßstraße fortsetzen soll. Die Bürgersteige will man verbreitern und mit Parkbuchten versehen. Die Wegstücke zwischen den einzelnen Parkbuchten sollen mit neuen Bäumen besetzt werden. Auch dieser Plan besticht, wenn man die Planskizze betrachtet. Eine Ortsbesichtigung (unser bild) läßt erkennen, daß der Verlust des Mittelstreifens mit seinem Baumbestand nur bedauert werden kann. Selbst der Gedanke, daß auf den Bürgersteigen neue Bäume gepflanzt werden sollen, kann daher kaum versöhnlich wirken. Diese Bäume nämlich müßten nach wenigen Jahren schon wieder gefällt werden, weil sie dann bereits den Anwohnern in die Fenster wachsen und ihnen das Licht wegnehmen werden. Warum trennt man nicht einen schmalen Teil von den breiten Bürgersteigen ab, um dadurch die Fahrbahnen zu verbreitern? Ist es wirklich unerläßlich, daß sich die Lastkraftwagen auf den Fahrbahnen des Walles überholen? Die geplanten breiten Fahrbahnen verleiten, das kann jeder Wallanlieger bestätigen, zum Rasen. Osnabrück sollte der grüne Mittelstreifen auf diesem Ringstück erhalten bleiben. Andere Städte wären stolz auf eine derartige Anlage.

Aber es geht uns nicht allein um dieses an sich am wenigsten bedeutsame Wallstück. Es geht um die gesamte Wallanlage, die in Gefahr schwebt, ausgelöscht zu werden. Daher richten wir erneut an den Rat der Stadt unsere Bitte, die Plandurchführungen zu stoppen und durch einen besseren Plan zu ersetzen. Es geht um das Gesicht Osnabrücks. Es geht auch darum, daß nicht eines Tages ganz Niedersachsen Osnabrücks Planung zu einem Beispiel dafür macht, wie man seine Verkehrsprobleme nicht lösen soll.
In drei Veröffentlichungen haben wir zu den Problemen der Wallveränderungen Stellung genommen. Damit haben wir gesprochen, solange wir noch sprechen konnten. Jetzt liegt es am Rat der Stadt und an der Verwaltung, die Dinge nach bestem Gewissen zu steuern. Wir werden uns erneut zu Wort melden, wenn die Umgestaltung des Verkehrsbildes am Heger Tor in der Planung vorliegt.


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