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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fertigstellung der Brücke
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Über Vitischanze zur Hasestraße
Jetzt erhält die Vitischanze Bänke und Grünanlagen - Ein neuer Aufgang an der Wallseite - Straßenbauarbeiten nach Fertigstellung der Brücke

Im November 1957 stellte der Rat die Mittel zur Verkehrserneuerung am Hasetor zur Verfügung, mit denen im wesentlichen die Kosten für ein Anschneiden des Geländes der Vitischanze, für die Verbreiterung der Brücke und die Verbreiterung der Fahrbahn von der Unterführung Bramscher Straße bis zum Hasetorbahnhof gedeckt werden sollten. Die Arbeiten an der Vitischanze wurden noch im Winter in Angriff genommen, jedoch hat die lang anhaltende harte Witterung ebenso wie die stufenweise Abstimmung der Arbeiten zum Zwecke einer möglichst geringen Verkehrsbehinderung bisher die Neugestaltung der Vitischanze mit Grünanlagen immer wieder hinausgezögert. Jetzt ist es endlich soweit: Das Garten- und Friedhofsamt wird in nächster Zeit die Arbeiten an der Vitischanze in Angriff nehmen, von denen der hier abgebildete Plan eine Vorstellung vermittelt. Nach einer entsprechenden Aufschüttung des Geländes werden auf dem oberen Rondell der Befestigung Bänke aufgestellt, die einen Blick über die Mauer hinweg auf den Wall und seinen betriebsamen Verkehr ermöglichen. Damit wird in etwa ein alter Zustand wiederhergestellt, wie es ihn vor Jahrzehnten schon gegeben hat. Auch entlang der neuen hohen Befestigungsmauern finden Bänke Aufstellung, von denen aus man einen interessanten Ausblick auf das Getriebe des Verkehrs hat. Insgesamt werden etwa 10 Bänke aufgestellt.
Die in dem Plan eingezeichneten Kreise zeigen die zum Teil neugepflanzten und zum Teil erhalten gebliebenen Bäume an, die in Zukunft mit ihren belaubten Kronen das Bild der alten Befestigung beleben und auflockern werden. An der linken Seite des Plans ist neben der skizzierten Erfrischungshalle mit einem Kreis die dort noch vorhandene Linie eingezeichnet, die hier am Aufgange zur Vitischanze erhalten bleibt, jedoch durch den " Baumchirurgen" behandelt werden muß, der derzeit auch die große Kastanie auf dem Heger Tor so wiederherstellte, daß man noch lange Zeit mit ihrem Schmuck rechnen kann.
An der Seite des Walles wird man einen neuen Aufgang zur Vitischanze schaffen, so daß der Fußgänger die Möglichkeit hat, bei seiner Benutzung vom Wall aus über die Vitischanze direkt zur Hasestraße zu gelangen.
Diesem neuen Aufgang kommt auch gewisse Bedeutung zu, weil die Vitischanze in einiger Zeit wieder als Gaststätte eröffnet werden soll. Wie schon berichtet, wird an den Barenturm ein neues Gebäude angefügt werden, das sich dem Stil der alten Befestigung anpaßt. Turm und Gebäude werden dann die neue Gaststätte beherbergen, die zu einer Attraktion für den Fremdenverkehr und zu einer stilvollen Gaststätte für die Einheimischen werden soll. Damit erhält nicht nur die Vitischanze ein ihr gemäßes Gesicht und neues Leben, sondern die Altstadt auch einen neuen Zentral- und Anziehungspunkt.
Mit den notwendigen Straßenbauarbeiten wird sofort begonnen, wenn die breitere Brücke zwischen dem Kloster und der Vitischanze vollendet ist. Zur Verschönerung der Anlage sollen auch noch immergrüne Sträucher, u. a. Wacholder, gepflanzt werden, was jedoch erst im September geschehen kann.
Dem alten Osnabrücker aber wird es eine Freude sein, die Vitischanze aus ihrem langsamen Verfall, der viele Jahre gewährt hat, neu entstehen zu sehen. Denn für ihn ist sie nach wie vor das älteste Festungswerk der Stadt, ein Bild alter Vertrautheit und ein Stück Alt-Osnabrück, an dem er hängt.


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