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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Leserbrief.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Grünanlagen retten!

" Wir sind dagegen, daß noch weitere Grünstreifen dem Verkehr geopfert werden!" - Die Bürgerschaft meldet sich zu Wort

Zu dem Artikel " Vor dem Aufrollen der Wälle?" möchte ich als alter Osnabrücker, der mitten im Leben steht, meine Meinung sagen. Selbstverständlich müssen die Straßen dem immer mehr wachsenden Verkehr Rechnung tragen. Mein Freundeskreis und ich begrüßen den Ausbau des inneren Ringes. Wir bedauern es aber außerordentlich, daß die Grünanlagen so stark beschnitten und die Bäume einfach gefällt werden. Nun sollen nächstens wohl noch die letzten Grünstreifen stark beschnitten werden in dem Raum zwischen Heger Tor und Rehmstraße.

- Wir sind dagegen, daß noch weitere Grünstreifen dem Verkehr geopfert werden. Muß denn unbedingt die Straßenbreite von 14 Metern erreicht werden? Es zeigt sich immer deutlicher, daß nach Schaffung des inneren Ringes immer mehr Fahrzeuge veranlaßt werden, diesen Ring zu benutzen. Ist es denn unbedingt richtig, daß täglich Tausende von Fahrzeugen, darunter schwere Lastzüge, über den inneren Ring fahren?

Die bis jetzt getroffene Lösung ist keine Lösung auf Sicht. Der Verkehr wird wachsen, und dann reichen wieder die unter Opferung der Grünstreifen geschaffenen Straßenzüge des inneren Ringes nicht aus. Meiner Meinung nach ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, daß man sich mit den Fragen des Außenringes energisch befassen muß. Wenn ein großer Teil des durchrollenden Verkehrs über den Außenring geleitet wird, dann ist es auch nicht mehr nötig, für die Erbreiterung des inneren Ringes immer noch weitere Grünanlagen zu opfern.
Selbstverständlich sind die Grundstücksverhandlungen für die Schaffung des Außenringes nicht einfach, aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, daß der Schwerpunkt auf die Schaffung des Außenringes gelegt werden muß. Man sehe sich nur einmal an, wie andere Städte etwa gleicher Größe wie Osnabrück dieses Problem längst gelöst haben.

- Wenn man den Außenring, die Umleitung des Verkehrs, jetzt mit aller Energie in Angriff nimmt, dann kann man vielleicht noch ganze Grünanlagen im Innern der Stadt retten.

Man möge einmal feststellen, wieviel Fahrzeuge in beiden Richtungen über den inneren Stadtring gehen, getrennt nach Pkw. und Lkw., und wieviel von der Gesamtzahl auf den Durchgangsverkehr entfallen. Ebenso müßte abgeschätzt werden, welche Verkehrszunahme in den nächsten fünf bzw. zehn Jahren erfolgen wird. Daraus wird sich ergeben, wie wichtig eine Entlastung des inneren Stadtringes durch Bau des Außenringes sein wird. Selbstverständlich muß auch die Kostenfrage berücksichtigt werden.

- Ich wollte mal unsere Meinung mitgeteilt haben und ausdrücklich bestätigen, daß das O.T. mit diesen Gedankengängen durchaus Rückhalt in der Bürgerschaft hat.
- r.


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