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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neustädter Platz - ganz neu
Zwischenüberschrift:
Großzügige gärtnerische Umgestaltung im Rahmen des Ringausbaues
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Neustädter Platz - ganz neu
Großzügige gärtnerische Umgestaltung im Rahmen des Ringausbaues
Wenn in Kürze die Bauarbeiten vor dem Arbeitsamt an der neuen Straßenführung des Ringes abgeschlossen sind, treten die Stadtgärtner auf den Plan. Durch die Verlegung der Fahrbahn, die jetzt vom Schloßwall in gerader Richtung auf die Johannismauer zuläuft, wurden einerseits die alten Rasenflächen zwischen Schloßstraße und Süsterstraße beseitigt. Andererseits fiel aber neben der neuen Ringstraße dort, wo früher die Fahrbahn auf die Spindelstraße zuführte, neues Gelände für Grünanlagen an. Damit sich ein geschlossener Gesamtkomplex ergibt, wurde vom Städtischen Garten- und Friedhofsamt unter Leitung von Gartenarchitekt Nietner ein Plan zur Umgestaltung des Neustädter Platzes ausgearbeitet und vom Rate genehmigt.
Wie die hier veröffentlichte Skizze zeigt, wird zwischen Schloßwall und Heinrichstraße eine Grünanlage geschaffen, die sich wesentlich von dem alten Bild dieses Platzes unterscheidet. Durch die Einbeziehung des neuen Geländes ergibt sich äußerlich eine völlig andere Form der gesamten Fläche, die auch gartenarchitektonisch eine Neuaufgliederung und Umgestaltung erforderlich macht. Bisher war der Mittelpunkt des Neustädter Platzes das große Blumenrondell. Dieser Mittelpunkt ist aber durch die Neuaufteilung seitlich verschoben, so daß die Anlage der Beete nach anderen Gesichtspunkten erfolgen mußte.
Man kann in Zukunft drei große Grünflächen unterscheiden, die durch Wege voneinander getrennt sind. Das ist einmal der jetzt in die Anlagen einbezogene Komplex neben der neuen Fahrbahn des Ringes, da ist zum zweiten die große Mittelfläche, die sich bis zur Schloßstraße hinzieht und eine rechteckig-längliche Form im Gegensatz zur alten Rundanlage zeigt, das ist ein schmaler Grünstreifen an der Heinrichstraße. Hinzukommt ein wesentlich vergrößerter Kinderspielplatz an der Ecke Heinrichstraße / Laischaftsstraße, der von Grünsträuchern umrahmt wird.
Das spitze Gründreieck am Schloßwall ist durch Sträucher, Baumgruppen und Nadelhölzer harmonisch aufgeteilt. Einige der alten Lindenbäume, die früher die Straße säumten, blieben stehen und sind in die neue Anlage mit einbezogen. An der Stelle des ehemaligen Bürgersteiges zieht sich in Zukunft ein Weg von der Ecke Schloßstraße bis zur Spindelstraße. An ihn schließt sich das große Hauptbeet mit Stauden, Koniferen, Birkengruppen, Blütenanpflanzungen und Sträuchern an. Das Prunkstück dieses Beetes wie der Gesamtanlage wird eine langgestreckte Rosenanpflanzung mit rund 2500 Rosen bilden. Ob es allerdings möglich ist, diese Rosen schon im Frühjahr zu beschaffen und anzupflanzen, ist zweifelhaft. Zur Heinrichstraße wird die Anlage durch eine langgestreckte Rasenfläche mit Büschen und Bäumen abgegrenzt. Insgesamt werden etwa 4500 Stauden neu angepflanzt. Erfreulich, daß die schönen alten Sophoren und Birkengruppen erhalten bleiben, ebenso wie die Baumallee an der Schloßstraße und Laischaftsstraße.
Die Gesamtanlage wird etwa 10 000 Quadratmeter groß sein. Allein 2000 Quadratmeter stehen in Zukunft als Kinderspielplatz zur Verfügung. Durch Büsche ist dieses " Kinderparadies" von dem übrigen Komplex getrennt. Sandkästen und Spielflächen werden auch in Zukunft diesen Platz zu einem besonderen Anziehungspunkt für die Jugend machen, während zahlreiche Bänke die Erwachsenen hier wie in dem übrigen Teil der Anlagen zum Ausruhen einladen. Durch Anpflanzungen von Wildrosen, Sträuchern, Blütenpflanzen und bunten Gehölzen, die auch im Winter einen schönen Anblick bieten, wird der Kinderspielplatz eine schmuckvolle Umrahmung finden.
Auch die Zugänge zum Neustädter Platz werden verlegt. Durch vier Wege von der Spindelstraße, der Schloßstraße/ Ecke Schloßwall und der Heinrichstraße, einmal in Nähe der Schloßstraße und einmal in Nähe der Laischaftsstraße, kann die Anlage in Zukunft betreten werden. Die wegen des ansteigenden Geländes notwendigen Treppenstufen befinden sich nach der Umgestaltung auf dem Wege, der von der Spindelstraße am Hauptbeet vorbeiführt.
Schon aus dem Plan wird ersichtlich, daß diese vergrößerte Anlage eine begrüßenswerte Verbesserung gegenüber dem bisherigen Zustande darstellt. Die harmonische Aufteilung und wirkungsvolle gärtnerische Ausgestaltung machen diesen Platz noch stärker als bisher zu einer Erholungsstätte für die Bevölkerung und zu einem Schmuckstück im Grüngürtel der Stadt. Wenn auch im Zuge des Ringbaues manches Altvertraute verschwinden mußte, so ist doch ein gewisser Ausgleich durch die großzügige Neugestaltung des Neustädter Platzes geschaffen worden, was man allseits begrüßen wird. Mit den Arbeiten soll in Kürze begonnen werden, so daß sich die Osnabrücker im Frühling, wenn alles grünt und blüht, an dem farbenfrohen Bild dieser schönen Anlage erfreuen können.


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