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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Hase kanalisieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schon nach dem 1. Weltkrieg diskutiert:
Die Hase kanalisieren
Damals sollte eine neue Geschäftsstraße geschaffen werden

Mit Bezug auf den von uns veröffentlichten Vorschlag die Hase zwischen Neumarkt und Georgstraße zu überbrücken, um auf diesem Wege Raum für abzustellende Kraftfahrzeuge zu gewinnen, wird uns geschrieben:
Es ist alles schon mal dagewesen, hat der Weise Ben Akiba gesagt. So kann man auch aus der Osnabrücker Kommunalgeschichte berichten, daß selbst das Projekt einer Haseüberbrückung, das auf den ersten Blick so kühn erscheinen mag, eine Vorgeschichte hat. Bald nach dem ersten Weltkriege wurde in dem damaligen Stadtparlament der Plan erörtert, die Hase in einem Teil der Stadt zu kanalisieren. Anlaß dazu gab allerdings nicht die heute so aktuelle Sorge um die Schaffung von Parkplätzen, sondern gesundheitliche Erwägungen. Die Zeiten, da noch bunte Enten und anderes Wassergeflügel - ja selbst ein Schwanenpaar - an der Neumarktbrücke den Wasserspiegel belebten, waren schon damals dahin. Das Hasewasser war völlig verschmutzt. An warmen Sommertagen verbreiteten die in Gärung übergegangenen Ablagerungen weithin einen unerträglichen Gestank. " Es stinkt zum Himmel", sagten die Osnabrücker und verlangten Abhilfe, die man mit Ausbaggerung und Clorschüttung zu erreichen suchte.
Ein großzügiges Projekt aber regte die Kanalisierung des Hasebettes an. Die Aufnahme von Nebenflüssen in das Kanalisationsnetz war bereits seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts erfolgt und hat sich bis auf den heutigen Tag bewährt. Auch die Regenwassersammler mündeten in die Hase. Das Projekt verfolgte nun einen doppelten Zweck. Zunächst einmal sollte das Hasewasser geruchsfrei durch die Stadt abgeführt werden. Die Regulierung des Wasserstandes war schonim Jahre 1877 vom Oberbürgermeister Miquel (...) durch eine Polizeiverordnung geregelt worden.
Der weitere Zweck war städtebaulich besonders bemerkenswert. Die in die Länge gezogene Haseüberbrückung sollte eine Geschäftsstraße - eine Parallelstraße zur Großen Straße - werden. Ein Anfang dazu darf in den heute als Parkplatz dienenden Teil der Georgsbrücke erblicken. Bautechnisch bereitete schon früher dieser Brückenschlag keine besonderen Schwierigkeiten, doch scheiterte das Vorhaben an der Frage der Finanzierungen. Sie wird auch jetzt ausschlaggebend sein, wenn an das angeregte Projekt einer Parkplatzlösung herangegangen wird.


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