User Online: 3 | Timeout: 17:20Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gemeischaftliche Sitzung des städtischen Collegien.
Zwischenüberschrift:
Montag den 22. Januar.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zunächst haben wir betreff des gestrigen geschlossenen Berichts über die Donnerstagssitzung nachzuholen, daß bei der Besprechung des Kanalisirungsplanes Wortführer Graff den Antrag stellte, diesen Plan vor Angriff desselben durch anderweitige Sachverständige prüfen zu lassen. Bürgermeister Miquel antwortete darauf, daß man magistratsseitig gern auf diesen Wunsch eingehe, theils zu eigener, theils zu des Stadtbaumeisters Beruhigung, als des Urhebers. Zugleich wird versprochen, vorzulegen, was dieses Jahr verbaut wird. Was zu Anfang der Montagssitzung über die Schulreform gesagt worden, haben wir schon vorigen Dienstag berichtet, und können uns daher sogleich wieder zur Besprechung des Stadthaushaltsplanes wenden. Es folgt der zweite Abschnitt: Nicht regelmäßig wiederkehrende Ausgaben und da steht oben an die Kopfsteinpflasterung und Regelung des Neumarkts laut Specialanschlags mit 1736 .. 1 .. 2... Die jetzige Hauptwache wird bekanntlich abgebrochen werden, sobald die neue dem Schlosse gegenüber fertig ist, und es wird dann auf dem vergrößerten Platz ein Gemüsemarkt eingerichtet werden. Zu dem Ende wird eine neue Pflasterung erforderlich sein. Wortführer Graff sagt zu dieser Position, man Gewißheit habe, daß es auch in diesem Jahr zur Anwendung komme. Der Bürgermeister erwidert, die Bewilligung sei nöthig, nicht nur wenn unbedingt gewiß, sondern auch wenn wahrscheinlich die Arbeit vollendet werden könne. Die Wahrscheinlichkeit aber sei vorhanden. Laut Vertrag mit dem Kriegsministerium müsse die Wache am 1. Oktober abgebrochen sein, was aber hoffendlich schon im Sommer geschehen werde; dann könne die Pflasterung bis Ende des Jahres vollendet sein. Er müsse allerdings gestehen, daß ihm der Anschlag etwas hoch vorkommem sei, und er habe sich daher vom Stadtbaumeister einen anderen Anschlag geben lassen, um zu ermitteln, ob eine Belegung mit Grand nicht billiger komme. Der Bericht wird mitgetheilt, es ergibt sich aber daraus, daß nur wenig gespart, die Unterhaltung aber desto kostspieliger sein würden. Es werde dann verschiedene Vorschläge gemacht, die nicht zur Annahme gelangen; endlich wird das Geld bedingungsweise bewilligt. Die Baukommission soll die Sache reiflich prüfen, die 1736 .. aber sollen, falls sie nicht verbaut werden, aber eventuell der Rest, wenn sie nicht ganz verbaut, in einen Hülfsfond fürs nächste Jahr verwandelt werden.
Es folgen dann im Budget: Offenlegung der Straße am Pottgraben 957 .. 8 .. 8 .., Brücke über die Hase bebuf der Gustavistraße 450 .., Einbringung des Schüttungsmaterials, Heckeneinfriedigung u. f. w. 150 .., zur Entwässerung der Neustadt 500 .. . Der Magistrat bemerkt zu diesen Posten: " Wegen der schwebenden Verhandlungen mit der Klosterkammer bat die Arbeit im Jahr 1865 nicht fortgesetzt werden können. Der hoffentlich nahe Abschluß mit der Klosterkammer wird dies im folgenden Jahre wahrscheinlich ermöglichen. Die an sich notwendigen Arbeiten stehen im Zusammenhange mit der Herstellung einer Straße am Pottgraben, und werden sich größtentheils durch die dadurch ermöglichte bessere Verwertung der Grundstücke bezahlt machen."
Die Bürgervorsteher halten sich nicht überzeugt, daß die Nothwendigkeit dieser Ausgabe vorliege. Der Bürgermeister beklagte den Mangel an Bauplätzen innerhalb der Stadt für geringe Leute, und befürwortet, da nach dem gesetz nur an offenen Wegen gebaut werden dürfe, die Offenlegung zweckmäßiger Anbaustraßen. Nach längerer Debatte fällt die Abstimmung gegen den Magistrat aus, tritt also eine Differenz ein.
(Schluß folgt.)


Anfang der Liste Ende der Liste