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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wir möchten Grün und Stille: Westerberg will Vorstadt bleiben
Zwischenüberschrift:
Verschönerung der Westerbergkuppe - ganz bescheiden im Rahmen des Möglichen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Neustadt und die Altstadt haben hier von ihren Sorgen, Nöten, Hoffnungen und Wünschen gesprochen - der Westerberg hat eigentlich nur einen Wunsch: Möchte unser Stadtteil seinen ausgesprochenen Vorstadtcharakter behalten. Gewiß, wir wissen, daß es in unserer Zeit solche Vorschriften nicht mehr geben kann wie etwa vor 40 Jahren, als das Autofahren in einigen Straßen des Westerbergs nicht erlaubt war. Aber ein bißchen Grün möchten wir behalten und ein wenig Stille.

Müssen die Bäume in den Westerbergstraßen abgeholzt werden?

Und da wir gerade von Grün und Stille sprechen, möchten wir einmal die Frage aufwerfen: Müssen die Bäume in unseren Straßen abgeholzt werden oder können wir sei behalten? Manche Anwohner des Westerbergs sagen: " Die Bäume müssen fort. Sie nehmen uns so viel Licht weg." Andere bitten: " Laßt uns das schöne Stückchen Natur gerade vor unseren Fenstern." Wir meinen, man könnte da einen recht vernünftigen Ausweg finden: Bäume sollten in den Westerbergstraßen bleiben. Aber wenn sie zu Jahren kommen und ihre Zweige allzu dicht und breit ausstrecken und die Fenster verdunkeln, da müssen sie eben gekappt werden. Werden sie noch älter, so bleibt nichts anderes übrig, als sie abzuholzen... und neue zu pflanzen. Denn ... die Wurzeln alter Bäume treiben schließlich auch den Bürgersteig hoch.

Um die Gestaltung der Westerbergkuppe

Mancher wird glauben, wir beschäftigen uns viel mit den Plänen für die Gestaltung der Westerbergkuppe. Aber das tun wir gar nicht. Seitdem wir wissen, daß die Gestaltung der Westerbergkuppe, so wie es die Pläne des von der Stadt veranlaßten Preisausschreibens vorsahen, ein Millionenprojekt ist, sind wir der Überzeugung, daß unsere Generation sich darüber keine grauen Haare mehr wachsen zu lassen braucht. Denn - bis die Stadt einmal so viel Geld haben sollte, wird schon eine andere Generation zu entscheiden haben. Und wir gönnen ihr von Herzen, daß sie einmal in den Genuß der Verwirklichung eines dieser hervorragenden Pläne kommen möge.
Aber - da man das Naheliegende am besten immer gleich am Schopfe faßt: Ein wenig schöner könnte diese Kuppe auch ohne Millionenausgabe jetzt schon werden! Einstens blühten dort Rotdorn, Weißdorn und Schlehen. Selten gewordene Vögel nisteten im Gehege. Heute ist das alles so anders geworden. Wohnbaracken hinter der Muesenburg - und die Ränder des Steinbruchs halten manche Leute für Schutthalden. Wenn man da mit bescheidenen Mitteln vorerst Wandel schaffen würde, so wären nicht nur die Westerberganwohner dankbar, sondern mit ihnen die vielen Osnabrücker, die dort in ihrer Freizeit etwas Erholung suchen.
Unsere Wasserversorgung ist geregelt
Wir wollen aber nicht nur wünschen, wir wollen auch Getanes anerkennend hervorheben. In den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch hat uns unsere Wasserversorgung große Sorge gemacht. Viele Leitungen waren zerstört, der Grundwasserstand sehr niedrig. Es gab bei uns auf dem Westerberg sehr wenig Wasser. Inzwischen sind die Leitungen längst in Ordnung gebracht, aber der Westerberg litt immer noch unter Wasserknappheit. Da haben sich Industrieunternehmen eingeschaltet. So bekam das Wasser den notwendigen Druck für die Höhe, und wir haben nun seit vorigem Sommer auch in der warmen Jahreszeit eine geregelte Wasserversorgung. Wenn einmal das geplante große Wasserwerk Wirklichkeit wird, an das ja auch Achmer und Badbergen angeschlossen werden sollen, so werden sich die Westerberger natürlich am meisten freuen.


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