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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Die Stadtplanung wird diskutiert
Artikel:
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Originaltext:

Zur B esprechung d er S tadtplanung m acht d ie S tadtverwaltung d ie   nachstehenden A usführungen. D amit s chließen w ir d ie   Diskussion a b.
D er V erkehr i st f ür d ie A nordnung v on S traßen v on a usschlaggebender B edeutung. W ie a nderswo f ühren d ie a lten V erkehrsstraßen a uch i n O snabrück d urch d ie S tadt. D a d ie M itte u nnötig s chwer b elastet w ird, ist e s s eit l angem Z iel d er S tadtplanung, den D urchgangsverkehr a ußerhalb d er O rtslage u mzuleiten u nd d en ü brigen V erkehr i n w enigen V erkehrsstraßen z u s ammeln. G eplant i st a lso e in ä ußerer u nd i nnerer S tadtring. B is z ur V erwirklichung d es e rsten w erden d ie b estehenden O rtsdurchfahrten v erbessert, z. B. d er H auptverkehr v on M ünster n ach B remen d urch d en R iedenbach, Hannoversche, Franken-, Hamburger u nd O ststraße g eführt.
F ür d ie e igentlichen s tädtischen B edürfnisse s oll d er v om H asetor b is H indenburgplatz v orhandene T eilring z u e inem V ollring e rgänzt w erden. E r w ird a uf d er e hemaligen S tadtgrenze i m Z uge d er J ohannismauer u nd d es P etersburger W alls z u d er n ach N ordwesten v erlegten B ruchstraße, Goethestraße, Wittekindplatz u nd K arlstraße z um H asetor g eführt. D ieser R ing s ammelt d en V erkehr a us d en a ngrenzenden i nneren u nd ä ußeren S tadtteilen. E r v erteilt i hn z ugleich, soweit e r d ie S tadt a nläuft. W ichtige, den V erkehr a nziehende A nlagen l iegen n ahe a m R ing, z. B. R egierung, Krankenhaus, Stadthaus, Klosterkaserne, Bahnhof H asetor, Anlagen d er P ost,   Arbeitsamt, jetziger u nd g eplanter B ahnhof, Güterbahnhof, Großhandlungen u sw. D ie E rgänzung d er W älle z um W allring   erfolgt a uf d em d enkbar k ürzesten u nd d amit w irtschaftlichste   Wege. D ie B ebauung d er F ührungsstraßen i st g anz o der z um   größten T eil z erstört. W enige e rhaltene H äuser k önnen w ohl s o   lange b estehen b leiben, bis d ie z erstörten a ufgebaut s ind. D ie V erwirklichung d es R inges w ürde e s ü berflüssig m achen, kostspielige V eränderungen i n d er I nnenstadt u nd i n d en   Gebieten u m d en R ing v orzunehmen, wenn m an v on d er   Verbreiterung w eniger G eschäftsstraßen a bsieht. H ierin l iegt   seine N otwendigkeit u nd W irtschaftlichkeit. D ie z ugedachte   Aufgabe k ann d er R ing a uf l ange S icht n ur e rfüllen, wenn e r   eine B reite e rhält, die n icht n ur d en n ächsten J ahrzehnten   genügt, sondern a uch e ine R eserve f ür s päterer   Beanspruchungen e nthält. I n A ußengebieten p flegt m an s ich m it Vorgärten z u h elfen, in d er I nnenstadt m uß v on v ornherein e i k larer E ntschluß g efaßt w erden. S onst s ollen n ur w enige Geschäftsstraßen v erbreitert w erden, u. a. d er s üdliche T eil   der J ohannisstraße u nd d er K ommenderiestraße a uf 2 4 b zw. 1 6 m   In d er S tadtmitte w ird n eben d em N eumarkt e in H aupt- und Umsteigeplatz g eschaffen, der ü ber d en v erbreiterten Kollegienwall e ine k ürzeste V erbindung z um g eplanten Bahnhofsvorplatz e rhält.
O st-W est-V erbindung u nd R ing l iegen i m S tadtplan s o a ugenfällig g egeben, daß s ie k aum a ls I dee e iniger w eniger, sondern v ielmehr a ls a uf d er H and l iegende a llgemeine E rkenntnis a nzusprechen s ind. M it d em R ing w ürde f ür O snabrück d ie s tädtebauliche S ituation e rreicht w erden, die i n a nderen S tädten s eit N iederlegung d er a lten B efestigungen b esteht u nd s ich b estens b ewährt h at. D eshalb s ind b isher A bänderungsvorschläge b ei d en B eratungen d er A usschüsse k aum g emacht w orden.
N euer G raben u nd R ing e rhalten e ine n otwendige V erkehrsbreite v on 2 4 m, die s ich n ach e ndgültigem A usbau a us 5 m f ür z weigleisige S traßenbahn, 2 F ahrspuren a us j e 3 m, 2 S tandspuren v on j e 2, 5 0 m u nd z wei B ürgersteigen v on 4 m z usammensetzt. D as P rofil w ird d en B edürfnissen e ntsprechend a usgebaut. F ür d ie V erlängerung d es W alls b is i n d ie B ahnhofsgegend s ind z usätzlich 6 m f ür S traßengrün v orgesehen, eine l etzte s tille R eserve.
N un w ird a uf e inen ä lteren P lan v erwiesen, den 2 5 m b reiten D urchbruch v on d er S pindelstraße z um R osenplatz u nd v on d er M eller S traße a m B ahndamm e ntlang z ur B ruchstraße. D iesen l ängeren, winkeligen u nd u nübersichtlichen W eg w ürde m an s chwerlich v orgeschlagen h aben, wenn d ie Z erstörung a n d er J ohannismauer u nd a m P etersburger W all s chon d amals v orhanden g ewesen w äre. M it A mputationen a m K örper v ergleichbare D urchbrüche v erwachsen n ie. S ie f ügen d em s chwer a ngeschlagenen S tadtbild n eue W unden h inzu. D abei i st d er D urchbruch z ur B ruchstraße d urch d ie P lanungen d er B ahn ü berholt. E s b leibt d er D urchbruch S pindelstraße - Rosenplatz, der d ie B aublöcke z wischen S pindel-, Kommenderie-, Kurze, Koksche u nd H ermannstraße v öllig ü berflüssig a ufreißen w ürde, da d er Z weck, die U mleitung d es F ernverkehrs v on d er I burger S traße z um W all, mit g eringstem A ufwand d urch V erbreiterung v on 5 0 m a n d er K ommenderiestraße e rreicht w erden k ann. H ierbei w ürde d er R osenplatz v oll a usgenutzt. D er s tädtische B esitz a n d er S pindelstraße k ann z um A ustausch f ür d ie J ohannismauer v erwertet w erden. D er H auptzweck d es R inges a ber, dem l okalen V erkehr d en d ringend b enötigten S ammler z u g eben u nd e ine b isher f ehlende, ins A uge f allende V erbindung z wischen J ohannisstraße, d. h. d em G eschäfts- und W ohnviertel d er N eustadt, und d er B ahnhofsgegend z u s chaffen, würde e ntfallen, obgleich s ie l ange e rsehnt w ird. W ürde d er V ollring u nterbrochen u nd d amit d er R inggedanke i llusorisch, müßte m an n otgedrungen a n d ie V erbreiterung d er A lt- und N eustadtstraßen i n g roßem U mfange g ehen, was s ich a us s tädtebaulichen u nd w irtschaftlichen G ründen v erbietet. D er V orschlag, neben d en D urchbrüchen v on u nd z um R osenplatz d ie J ohannismauer u nd d en P etersburger W all a uf e twa 1 8 m z u v erbreitern, ist a bwegig, da z wei S traßen v on j e 1 8 m B reite u m m indestens 4 0 P rozent t eurer i m A usbau s ind, als n ur e ine S traße m it 3 0 m B reite. D ie U nentschiedenheit b ringt G efahren. D as H auptübel i st j edoch d ie d urch d ie I nteressen d er A nlieger v erursachte, sonst a ber d urch n ichts z u r echtfertigende S chwächung d er L eistungsfähigkeit d es R inges, die d urch d ie f ast 5 0prozentige B reitenverringerung i n d er J ohannismauer u nd d em P etersburger W all e intritt.
I m G egensatz z u d iesen V orschlägen i st d ie R ingführung ü ber d ie J ohannismauer u nd d en P etersburger W all ü berzeugend. D ie S traße i st k lar, kurz u nd d eshalb w irtschaftlich. S ie f ührt u ngezwungen a m g eplanten B ahnhofsvorplatz v orbei, sie v erläuft d urch z erstörtes G ebiet, sie k ann i m G egensatz z u d en D urchbrüchen a uf d er g anzen S trecke a ngebaut w erden, sie h interläßt k eine H äßlichkeiten w ie D urchbrüche, sie v erbindet s ichtbar N eustadt u nd B ahnhof, sie ö ffnet d ie V erbindung m it d iesem d urch S traßenbahn o der A utobus, und s ie s etzt d en C harakter d er g rünen W älle b is z um B ahnhof f ort. S ie e rspart d ie m ißlichen D urchbrüche u nd e ndlich i m V erein m it d em V ollring t eure u mfangreiche S traßenverbreiterungen i m K ern u nd d en a ngrenzenden G ebieten. W ie d er S tadtring i m N orden d er A ltstadt d ie V erkehrslast a bnimmt u nd i hr d ie b eschauliche R uhe b ewahrt, vollendet s eine f olgerichtige E rgänzung i m S üden d iese A ufgabe f ür d ie N eustadt u nd s chließt z ugleich d en S tadtkern f lüssig a n d en B ahnhof a n. W enn w irtschaftliche G esichtspunkte i n d en V ordergrund g erückt w erden s ollen, so k önnen E insparungen a m a nderen S traßen, doch n icht a m R ing e rwogen w erden. E r i st d as A u nd O d er P lanung.


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