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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Stadtplanung wird diskutiert
Zwischenüberschrift:
Innerer Stadtring über Rosenplatz oder Petersburger Wall
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eine weitere Zuschrift kommt von Rudolf Erdbrink, Johannisstraße 1:
  Innerer Stadtring über Johannismauer oder über Rosenplatz"

  müßte die Frage richtig gestellt werden, denn darin liegt die Meinungsverschiedenheit zwischen Anwohnern und Stadtbauamt. Die Anwohner befürworten den Durchbruch Rosenplatz - Spindelstraße - Hindenburgplatz, weil
1. die Stadt die hierfür notwendigen Grundstücke zum größten Teil schon früher erworben hat und kaum Enteignungen vornehmen muß. 2. Dieser Plan ist für die Stadt mit weitaus weniger Kosten verbunden. 3. Hierbei wird der starke Fernverkehr nicht erst in die Johannisstraße eingeführt, sondern gleich am Rosenplatz auf die Wälle umgeleitet, bzw. über Meller Straße zur Bremer Straße geleitet. 4. Die ganze Johannisstraße kommt einheitlich mit einer geringeren Verbreiterung aus und braucht nicht in ihrem Anfang vom Rosenplatz bis Petersburger Wall auf 28 Meter verbreitert werden. 5. Künstlich in die Johannisstraße geleiteter Fernverkehr hat das Bestreben, bis zum Neumarkt durchzufahren und dort auf die anderen Fernstraßen einzubiegen, was gerade vermieden werden soll. 6. Johannismauer und Petersburger Wall kommen dann mit einer Verbreiterung auf 18 Meter (Breite der Martinistraße) vollkommen aus und bleiben dem inneren Stadtverkehr zum Güterbahnhof usw. vorbehalten.
Die Anwohner wenden sich mit aller Entschiedenheit gegen den Plan des Stadtbauamtes, Johannismauer und Petersburger Wall auf 30 Meter, bestehend aus 9 Meter Fahrbahn, 12 Meter Grüngürtel, 3 Meter Zubringerweg und Bürgersteigen zu verbeitern und führen dafür folgende Gründe an:
1. Die Reichsbahndirektion hat den Bau eines neuen Bahnhofs vorläufig aus Mangel an Mitteln aufgegeben und sich der Stadt gegenüber betreffs der künftigen Lage noch keineswegs festgelegt. 2. Die geplante künstliche Lenkung des Fernverkehrs über Johannismauer und Petersburger Wall ist ein Unding, denn Fernverkehr gehört nicht über einen Bahnhofsvorplatz, nicht in an sich schon starken inneren Stadtverkehr und auch nicht über Grünanlagen, die dadurch ihren Wert für Gesundheit und Erholung verlieren würden (siehe heutigen Verkehr auf den Wällen). 3. Bei 18 Metern Straßenbreite können Johannismauer und Petersburger Wall beidseitig wieder bebaut werden, die alten Straßendecken, Kanalisation, Anschlüsse usw. können weiter benutzt werden und somit den Anliegern, die überwiegend kleine Gewerbetreibende bzw. minderbemittelte Bürger sind, ihr Grundstück zum Aufbau belassen werden.
Wenn man vergleicht, daß z. B. der Ruhrschnellweg bekanntlich die verkehrsreichste Verbindung zwischen Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Essen, Duisburg, Mülheim, Düsseldorf inmitten der Großstädte meist mit Straßenbreiten von 12 bis 18 Metern auskommt, daß die Reichsautobahn mit zwei Fahrbahnen, Grünstreifen und Bauketten nur 24 Meter breit ist, erscheint uns die geplante Straßenbreite von 30 Meter für Johannismauer und Petersburger Wall untragbar, zumal solche überwiegend für Grünflächen und nicht für den Verkehr gedacht ist.


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