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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neustadt wird Geisterstadt
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Am morgigen Sonntag werden sechs Bomben entschärft
Artikel:
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Originaltext:
Neustadt wird Geisterstadt

Am morgigen Sonntag werden sechs Bomben entschärft

" Ich weiß jetzt, was uns erwarten wird", sagt Heribert Berger, Tiefbauingenieur im Liegenschaftsamt der österreichischen Stadt Graz. Dort soll das begonnen werden, was in Osnabrück seit Jahren läuft: die systematische Suche nach Blindgängern. Wie berichtet, sollen am morgigen Sonntag sechs Bomben entschärft werden; über 16 000 Osnabrücker müssen um 11 Uhr ihre Wohnungen verlassen.

Graz wurde 1944 / 45 von den Amerikanern bombardiert und schwer zerstört. " Wir wissen nicht, welche Blindgänger nach dem Krieg beseitigt wurden", berichtet Berger. Als man dort erfuhr, dass auf alten Luftbildern des Stadtkerns 580 Verdachtspunkte auf nicht detonierte Bomben zu sehen sind, war allen klar, dass die Gefahr von Selbstdetonationen wächst und gehandelt werden muss. Doch wie? Die Österreicher hörten von der Vorreiterfunktion Osnabrücks bei der systematischen Suche. Heribert Berger begleitete deshalb in den vergangenen Tagen die Vorbereitungen für die große Aktion am morgigen Sonntag. " Jeder gibt hier sein Bestes und alle arbeiten gut zusammen", gibt er seine Eindrücke wieder.

Und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Morgen ab 11 Uhr werden Hunderte Polizisten und freiwillige Helfer den Fledder, den Schölcrberg und große Teile der Neustadt evakuieren. Ab Mittag wird das Gebiet einer Geisterstadt gleichen: Keine Züge laufen den gesperrten Bahnhof an, keine Busse oder Autos werden das Gebiet mehr durchqueren, die beiden großen Kinos sind ebenso vorübergehend geschlossen wie umliegende Hotels und Gaststätten. Um 11 Uhr müssen auch die Besucher der Patienten des Marienhospitals die Klinik verlassen haben. Voraussichtlich drei Sprengmeister werden sich dann an die Arbeit machen, die sechs georteten Blindgänger nacheinander zu entschärfen.

Die Menschen, die nicht vorübergehend zu Freunden oder Verwandten fahren können, werden von Helfern in der Gesamtschule Schinkel betreut, wohin auch Sonderbusse fahren. Die Bahn und die NordwestBahn werden Reisende von der Halle Gartlage aus mit Bussen zu umliegenden Bahnhöfen fahren.

Die Stadt hat wieder ein Bürgertelefon eingerichtet: Unter der Telefonnummer 323-4678 am heutigen Samstag von 8 bis 18 Uhr und am morgigen Sonntag von 8 Uhr bis zum Ende der Aktion.( d.)
Autor:
d.


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