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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die BUGA ist eine teure Nummer
Zwischenüberschrift:
Oldenburg auf dem Rückzug, aber Osnabrück hält an Bewerbung fest
Artikel:
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Originaltext:
" Die Buga ist eine teure Nummer"

Oldenburg auf dem Rückzug, aber Osnabrück hält an der Bewerbung fest

Für Oldenburg ist der Traum von der Bundesgartenschau 2013 ausgeträumt: Wegen der finanziellen Belastung hat eine Mehrheit im Rat jetzt beschlossen, die Bewerbung zurückzuziehen. Kalkuliert war eine Nettobelastung von 14, 3 Millionen Euro, nicht einmal ein Drittel der Summe, mit der die Stadt Osnabrück rechnet, falls sie den Zuschlag für den Piesberg erhält. Aber Osnabrück denkt nicht ans Aufgeben.

Für die Buga 2013 sind jetzt noch die Städte Hamburg, Koblenz und Osnabrück im Rennen. Oldenburg hat das Handtuch geworfen, nachdem die Gemeinde Bad Zwischenahn und der Landkreis Ammerland - ebenfalls aus finanziellen Erwägungen - ihre Teilnahme zurückgezogen und lediglich eine ideelle Unterstützung in Aussicht gestellt hatten.

Die Oldenburger hatten einen ehemaligen Fliegerhorst für das Gartenspektakel ins Auge gefasst. In einer Machbarkeitsstudie werden die Durchführungskosten mit 39, 6 Millionen Euro veranschlagt. Bei einer erwarteten Gegenfinanzierung von 25, 3 Millionen Euro, so hieß es aus dem Presseamt der Stadt Oldenburg, bliebe eine Nettobelastung von 14, 3 Millionen Euro, die aus der Stadtkasse aufgebracht werden müssten. Zu teuer, entschied der Rat jetzt mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und BfO (Bürger für Oldenburg).

Grüne: Besser jetzt Nein sagen

In Osnabrück sieht die Rechnung anders aus: Das Umweltplanungsbüro Heimer + Hebstreit beziffert die erwarteten Gesamtkosten mit 175 Millionen Euro. Oberburgermeister Hans-Jürgen Fip schätzt den Eigenanteil der Stadt auf gute 45 Millionen Euro. " Aus heutiger Sicht gehört viel Mut dazu, solche Bewerbungen loszuschicken", räumt das Stadtoberhaupt ein.

Fip setzt jedoch auf bessere Zeiten. Mit der Wirtschaft werde es auch wieder bergauf gehen, und innerhalb von zehn Jahren lasse sich schon etwas auf die Beine stellen. Die Buga biete viele Chancen für den Standort Osnabrück, und bei der Finanzierung könne die Stadt mit einer Zweidrittel-Beteiligung von Bund und Land rechnen. Wenn jetzt ein nachhaltiges Konzept ausgearbeitet werde, sei es nicht abwegig, an dem Ziel festzuhalten. Schlimmstenfalls könne die Stadt Osnabrück innerhalb von zwei Jahren noch aussteigen. Gegen die Buga haben bislang nur die Grünen Position bezogen. Fraktionschef Michael Hagedorn ist überzeugt, dass die 45 oder 50 Millionen Euro Eigenanteil andere wichtige Projekte wie dem Neumarkt in die Knie zwingen werden. Außerdem, so warnt er, fehlten in der Kalkulation die Folgekosten. Es wäre ehrlicher, jetzt Nein zu sagen, meint Hagedorn.

Ganz anders Irene Thiel die neue Fraktionsvorsitzende der CDU. Vor dem Hintergrund der augenblicklichen Finanzlage sehe es zwar schlecht aus mit der Buga, aber wenn die CDU erst im Land und im Bund die Mehrheit habe, werde es mit den Gemeindefinanzen wieder aufwärts gehen. Die Bundesgartenschau werde Osnabrück überregional attraktiv machen und zugleich den Freizeitwert für die einheimische Bevölkerung erhöhen.

Als " Entwicklungsperspektive" für Osnabrück möchte auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Thiele die Buga auf dem Piesberg verstanden wissen. Die Bundesgartenschau sei zwar " eine teure Nummer", aber die Stadt werde in vielfacher Hinsicht davon profitieren. Jetzt komme es erst einmal darauf an, das Bewerbungsrennen für 2013 zu gewinnen. Dann müsse man weiter sehen und " einen Schritt vor den anderen setzen".

" Auf jeden Fall wäre es falsch, jetzt eine Absage zu erteilen", bekundet auch Alice Graschtat, die Fraktionsvorsitzende der SPD. Im Augenblick erscheine die Buga zwar kaum finanzierbar, aber " man kann nur hoffen, dass sich die Situation grundlegend verbessert". Insgesamt sei die Idee von einer Bundesgartenschau auf dem Piesberg bestechend. Das Gelände auf Piesberg sei nun einmal den " etwas ganz anderes" als der stillgelegte Fliegerhorst in Oldenburg. (rll)

UNGEWÖHNLICHE KULISSE für eine Bundesgartenschau: Die Stadt Osnabrück setzt weiter auf den Piesberg als Buga-Attraktion, aber die Kosten bereiten den Stadtvätern zunehmend Bauchschmerzen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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