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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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NABU droht Osnabrücker Kreisverband: Ausschluss
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Dachverbänden passt "Fördermitgliedschaft" nicht
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NABU droht Osnabrücker Kreisverband: Ausschluss

Dachverbänden passt " Fördermitgliedschaft" nicht

Der Naturschutzbund Osnabrück (NABU) hat zwei Arten von Mitgliedern: Die einen gehören nur dem Kreisverband an, die anderen auch dem Landes- und Bundesverband. Schon als die Osnabrücker diese Regelung 1987 einführten, gab' s Ärger mit den Dachverbänden. Bei der jüngsten Landesvertreterversammlung in Gifhorn kam das Problem wieder auf den Tisch. Den Osnabrückern droht nun der Ausschluss aus dem NABU.

Andere Kreisverbände in Niedersachscn wollen nicht, dass die Osnabrücker einen " NABU im NABU" bilden, so die offizielle; Stellungnahme von Ulrich Thüre, dem Pressesprecher des NABU Niedersachsen. Unter anderem deshalb, weil für die reinen Osnahrücker Mitglieder keine Verbandsbeiträge, rund 80 Prozent des Gesamtbeitrags, abgeführt werden. In der Landesvertreterversammlung wurde der Landesvorstand mehrheitlich autorisiert, die Osnabrücker von ihrer bisherigen Haltung abzubringen, notfalls auszuschließen. Derweil wird die Sache beim Bundesverband in Bonn geprüft.

Andreas Kickhorst, Vorsitzender des Osnabrücker Kreisverbandes, bestätigte, dass die Osnabrücker Satzung eine so genannte Ordermitgliedschaft vorsieht. Etwa 200 von 1 000 Mitgliedern hatten diesen Status. Ihr Beitrag, genau so hoch wie der der Normalmitglieder, bleibt komplett in der Kasse des Kreisverbandes. Dafür verzichten diese Natuschützer auf alle Rechte in den Dachverbänden: Sie sind dort nicht stimmberechtigt und bekommen keine NABU-Mitgliederzeitung.

Juristisch ist die Satzung nicht anfechtbar, weil der Kreisverband Osnabrück ein selbstständiger eingetragener Verein ist, sagt Eickhorst. Das hatten hätten aber schon die Juristen von Landes- und Bundesverband einräumen müssen, als sie vor Jahren nach der Einführung der Satzung den Passus über die Mitgliedschaft unter die Lupe genommen hatten. Und außerdem entgehe dem Landesverband kein Geld, findet Eickhorst. Die Fördermitglieder wären gar nicht eingetreten, wenn sie damit in den Dachverbänden Mitglied geworden wären.

Der Osnabrücker Vorsitzende wundert sich, dass das Thema jetzt wieder auf die Tagsordnung gekommen ist. Denn inzwischen spiele die reine Fördermitgliedschaft kaum noch eine Rolle. Der Kreisverband biete sie niemandem mehr an und nehme Fördermitglieder nur noch auf, wenn sie das unbedingt wollten. In den vergangenen Jahren sei dies aber nicht mehr passiert. Andere Kreisverbände hätten inzwischen Fördervereine, im Ergebnis das Gleiche wie die Osnabrücker Fördermitgliedschaft.

Dennoch droht inzwischen dem Osnabrücker Ex-Vorsitzenden Dr. Matthias Scheiber und Geschäftsführer Josef Voß auch persönlich Rausschmiss. Die beiden hatten bei der vergangenen Mitgliederversammlung erfolgreich beantragt, die Osnabrücker Satzung nicht zu ändern.

Möglicherweise sei der Druck auf die Osnabrücker damit zu erklären, dass Schreiber und Voß vergeblich versucht hatten, die Einführung eines hauptamtlichen Landesvorsitzenden zu verhindern, vermutet Eickhorst. Meinungsverschiedenheiten mit dem Landesvorstand gebe es auch darüber, dass Naturschutzfördermittel, die das Land zum Ausgleich für den Bau des Emssperrwerks bereitgestellt hat, noch nach Jahren nicht abgerufen wurden.

Ob der Kreisverband dem Druck nachgibt und die Satzung ändert oder den Ausschluss des ganzen Kreisverbandes aus dem NABU in Kauf nimmt, müsse die nächste Mitgliederversammlung entscheiden. (swa)
Autor:
swa


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