User Online: 4 | Timeout: 09:27Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Parkuhren sollen wieder ticken
Zwischenüberschrift:
Autofahrer missbrauchen die Scheibe
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Parkuhren sollen wieder ticken

Autofahrer missbrauchen die Scheibe

Die Parkuhren sollen in einigen Straßen wieder ticken. Der Grund: Autofahrer missbrauchen die Parkscheibe zum Dauerparken.

Der Stadtentwicklungsausschuss wird am Donnerstag einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung diskutieren. Wo Schüler und Berufspendler die kostenlosen Parkbuchten blockieren, sollen wieder Gebühren erhoben werden. In einigen Straßen außerhalb des Walles soll die erlaubte Parkzeit von vier Stunden auf eine Stunde reduziert werden. Die Kosten für die Reaktivierung der Gebührenautomaten und den Abbau der Schilder schätzt die Verwaltung auf 55 000 Euro.

Die CDU-Fraktion wird sich am Montag mit den Vorschlägen befassen. Eine Tendenz wollte Bürgermeister Burkhard Jasper gestern nicht äußern. " Wir werden alles vorbehaltlos prüfen und dann entscheiden."

Für die SPD ist der Verwaltungsvorschlag " der erste Schritt in die richtige Richtung", wie die Fraktionsvorsitzende Alice Graschtat sagte. Sie bezweifelt weiterhin, dass die Parkscheibe dem Einzelhandel wirklich nützt. Viele Parkplätze, zum Beispiel an der Hasestraße, würden von Dauerparkern belegt.

Michael Hagedorn (Grüne) würde die Teillösung begrüßen, denn " das ist besser als gar nichts". Grundsätzlich bleiben die Grünen bei ihrer Forderung, die Parkuhren überall wieder in Gang zu setzen. Die FDP lehnt das strikt ab. " Wir werden diese positive Geschichte auf keinen Fall aufgeben", sagte Fraktionschef Thomas Thiele.

Durch die Stilllegung der Parkuhren sind der Stadt im vergangenen Jahr 522 000 Euro an Einnahmen entgegangen. Das freie Parken wurde von der CDU / FDP-Gruppe eingeführt, um den Einzelhandel zu stärken. (hin)

POTTGRABEN / JOHANNISFREIHEIT

BOHMTER STRASSE

SCHLOSSSTRASSE

MÖSERSTRASSE: Mitarbeiter dort ansässiger Firmen belegen die Kurzzeitparkplätze vor der Haustür. Die Parkscheiben würden einfach jede Stunde weitergedreht, sagt die Verwaltung. Fotos: Klaus Lindemann / Wilfried Hinrichs

GERTRUDENSTRASSE / KLOSTERSTRASSE

KLEISTSTRASSE

BERGSBSTRASSE und angrenzende Straßen

Eine Übersicht

Möserstraße: Mitarbeiter von Arztpraxen, Apotheken und einigen Firmen belegen nach Angaben der Verwaltung die Kurzzeitparkplätze. Die Parkscheibenregelung werde " durch missbräuchliches Weiterdrehen der Parkscheibe urngangen".

Kleiststraße: Die Besucher einer Weiterbildungseinrichtung blockieren die Plätze der Anwohner.

Pottgraben / Johannisfreiheit: Nach Angaben der Verwaltung tauschen die Schüler der Berufsschule in den Pausen die Stellplätze. Rechtlich ist dagegen nichts zu machen.

Schlossstraße: Die Uni und die Mensa sind um die Ecke. Studenten tauschen gern die Parkplätze.

Berg- / Lührmann- / Gutenbergstraße / Corsicaskamp: Vier Stunden Parkzeit verleiten die Mitarbeiter von Behörden und Arztpraxen zum Dauerparken. Die Parkzeit soll auf eine Stunde verkürzt werden.

Getrudenstraße / Klosterstraße: Viele KME-Mitarbeiter parken hier.

BohmterStraße: Schüler blockieren die Plätze, die für eilige Kunden gedacht sind.

Mützen ab?

Reparatur

Von Wilfried Hinrichs

Die CDU / FDP-Gruppe würde nicht umfallen, wenn sie der neuen Parkordung in den Konflikt-Zonen zustimmen sollte. Denn sie würde nur Fehler im System reparieren, die dreiste Autofahrer für sich ausnutzen. Damit steht nicht generell das freie Parken an den Straßen in Frage. Diese Frage stellt sich erst, wenn klar ist, ob die Innenstadt für Kunden attraktiver geworden ist. Dazu gibt es bislang nur Meinungen und Einschätzungen zu hören. Man müsste die Effekte mal wissenschaftlich untersuchen lassen - vielleicht im Rahmen einer Doktorarbeit.
Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste