User Online: 4 | Timeout: 23:06Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Am Kamp bricht der Umsatz ein
Zwischenüberschrift:
Geschäftsleute am Rand der Baugrube klagen über dickes Minus in der Kasse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Am Kamp bricht der Umsatz ein

Geschäftsleute am Rand der Baugrube klagen über dickes Minus in der Kasse

Am Kamp bewegt sich was. Die ersten Kubikmeter Beton für das Fundament werden hart. Die Verzögerungen durch den strengen Frost seien aufzuholen, sagen die Verantwortlichen von der Multi Development Corporation (MDC). Einige Anlieger wollen die Aufbruchstimmung aber nicht recht teilen. Sie klagen über existenzbedrohende Umsatzeinbrüche, seit sie durch die Baustelle vom Kundenverkehr abgehängt sind.

Henner Hummen, Wirt der Neumarktmühle, hat wesentlich weniger in der Kasse: " Uns fehlt jetzt vor allem das Laufpublikum." Erhard Stiller, sein Nachbar von gegenüber, betreibt die Lederwerkstatt und hat ebenfalls darunter zu leiden, dass sein Geschäft an einer Straße liegt, in die kaum einer mehr zufällig geht. Wai-Han Chow, die im selben Haus wie das Cafe Headline das Restaurant Chow' s Garten betreibt, sagt ganz offen: " Ich mache jetzt 50 Prozent weniger Umsatz. Außengastronomie und Straßenverkauf geht derzeit nicht. Matthias Witteler von Optik Isermann klagt über schlechte Parkmöglichkeiten für Kunden und Zulieferer. Die ersten Geschäftsräume an der Kampbaustelle stehen leer.

Wenn uns die Stadt wenigstens etwas helfen würde, sagt Jürgen Romaniak vom Headline. Und Thomas Borgelt von der Leonberger Versicherung stimmt ihm zu: " Die Stadt will die Ecke doch beleben." Hinweise auf die neuen Wegeverbindungen und die anliegenden Firmen wünscht sich Romaniak: " Hier sitzen doch auch Steuerzahler."

So viel steht fest: Die direkte Wegeverbindung zwischen Jürgensort und Neumarkt über die Große Hamkenstraße bleibt vorerst dicht. Jörg Beckmann, der mit Uwe Prudic für MDC die Baustelle koordiniert, rechnet damit, dass die große Grube erst im November dort überbrückt werden kann, wo einst die Große Hamkenstraße verlief. Vorher geht aus Sicherheitsgründen nichts.

Die Stadt wird Anfang nächster Woche die Wegweiser für Fußgänger verbessern, stellten Ingo Hoppe, Kamp-Koordinator bei der Stadt, und Verkehrsplaner Werner Althans in Aussicht. Vorrangig sei dabei aber, dass die Fußgänger ohne Ortskenntnis nicht auf unnötige Umwege geschickt werden. Wer vom Woolworth-Südausgang Richtung Neumarkt will, wird bis zur Neuen Passage über die Große Hamkenstraße geleitet und durch die Passage zur Großen Straße. An der Einmündung der Großen Hamkenstraße in den Neumarkt wird ein Wegweiser zur Großen Straße installiert. Hinweise auf die Anlieger-Geschäfte hält Hoppe nicht für praktikabel: " Wenn Sie alle in Frage kommenden Firmen auflisten, blickt da kein Mensch mehr durch."

Die Anlieger weisen auch darauf hin, dass die Fußgänger zwischen Grünem Brink, Taxistand Neumarkt und Kamp gefährlich leben, weil alles eng und unübersichtlich ist. Für Verkehrsplaner Althans ist aber klar: Hier ist Fußgängerzone. Lieferverkehr und Anlieger müssen ganz langsam fahren. (swa)

DIE LAGE VERBESSERN, ABER WIE? Die Geschäftsleute an der Kamp-Baustelle, (v. l.) Erhard Stiller, Matthias Witteler, Henner Hummen, Thomas Borgelt und Jürgen Romaniak, spüren schwere Umsatzeinbußen, weil die Laufkundschaft nicht mehr kommt.Fotos: Michael Schwager

WEGWEISER sollen verbessert werden, verspricht Ingo Hoppe von der Stadt.
Autor:
swa


Anfang der Liste Ende der Liste