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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die grüne Welle gibt es nur in einer Richtung
 
"Flexibel" für die Innenstadt
 
Parkuhren sollen verkauft werden
Zwischenüberschrift:
Wenn die Technik an die Grenzen stößt
 
Uneinigkeit über Reglementierung
 
SPD spricht von "Schildbürgerstreich"
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Stadtentwicklungsauss

Die grüne Welle gibt es nur in einer Richtung

Wenn die Technik an Grenzen stößt

Die von der CDU im Wahlkampf geforderte grüne Welle lässt sich nicht so reibungslos umsetzen, wie es die Politik wünscht. Vor dem Stadtentwicklungsausschuss wies Burghard Albers vom Fachdienst Straßenbau auf die Tücken des Systems hin. Fazit: Die grüne Welle funktioniert nur in einer Richtung.

Die Verkehrsrechner sind immer leistungsfähiger geworden, Knotenpunkte wurden umgestaltet und die Schaltzeiten der Ampeln optimiert. Aber der gewünschte Erfolg ist ausgeblieben. Aus diesem Grund wollte sich der Ausschuss von einem Techniker erklären lassen, warum es hakt. Bei CDU und FDP gab es lange Gesichter.

Burghard Albers, der Spezialist für die Steuerung der Signalanlagen, legte dem Ausschuss Diagramme mit schraffierten Flächen vor. Auch die Nichttechniker sollten erkennen, dass sich ein Autofahrer auf dem Weg von A nach B durch ein kompliziertes Geflecht von Raum und Zeit bewegt, das nur vorübergehend von " Grün" begleitet wird. Früher oder später, an der dritten oder vierten Ampel, ist es dann vorbei.

Albers malte die Konsequenzen aus, falls man zum Beispiel am Heger Tor die " Grünzeiten hochziehen" würde, um den Anschluss an die grüne Welle zu halten. Dann sieht also der Gegenverkehr Rot. " Es gibt nur eine Möglichkeit: Entweder so rum oder so rum", lautete die Erkenntnis. Aus diesem Grund hätten die Verkehrsplaner Prioritäten gesetzt, erklärte Albers. So komme auf dem westlichen Wallabschnitt der Verkehr in Richtung Hasetor in den Genuss der grünen Welle, in der Gegenrichtung müssten Autofahrer aber die eine oder andere rote Ampel in Kauf nehmen.

Die Politiker der Mehrheitsgruppe blieben skeptisch. Wolfgang Klimm (CDU), der Ausschussvorsitzende, meinte süffisant: " Wir können ihnen nicht das Gegenteil beweisen." Dr. Horst Simon, der dem Ausschuss als beratendes Mitglied für die SPD angehört, warnte CDU und FDP vor überzogenen Erwartungen an die Technik: Der Mensch könne eben keine Naturgesetze außer Kraft setzen.( rll)

ROTLICHT statt grüne Welle: Die Optimierung stößt an Grenzen.Foto: Heese

" Flexibel" für die Innenstadt

Uneinigkeit über Reglementierung

Die Stadt will verhindern, dass sich an den Einfallstraßen weitere Einkaufszentren bilden, die der Innenstadt Konkurrenz machen. Im Einzelfall soll aber eine " flexible Handhabung" möglich sein. Diese Formel haben die Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP im Stadtentwicklungsausschuss gebilligt. SPD und Grüne sehen in der Formulierung eine Aufweichung.

Seit Jahren beschäftigen sich die Gremien mit dem so genannten Märkte- und Zentrenkonzept, das die Dominanz des innerstädtischen Einzelhandels betonen soll. Mit dem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses sollte nach der intensiven Beratung ein Schlussstrich gezogen werden.

Bislang hatte es Einigkeit darüber gegeben, dass die Stadt stärker reglementieren müsse, um ungeplanten Entwicklungen, wie es sie an der Hannoverschen Straße oder an der Pagenstecherstraße gegeben hat, künftig einen Riegel vorzuschieben. Einig waren sich die Fraktionen auch, dass eine verbrauchernahe Grundversorgung Bestand haben solle.

Dem Beschlussvorschlag von CDU und FDP wollten sich SPD und Grüne nicht anschließen, weil er ihnen zu wenig konsequent erschien. Mit Blick auf die Märkte am Stadtrand meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Hus: " Wenn wir dort nicht restriktiv genug vorgehen, werden wir die Innenstadt nicht schützen können". Auch Sabine Bartnik (Grüne) warnte, der Beschluss sei " kontraproduktiv". (rll)

Parkuhren sollen verkauft werden

SPD spricht von " Schildbürgerstreich"

Die seit einem Jahr geltende Parkscheibenregelung bleibt bestehen, an einigen Wohnstraßen wird die Parkdauer auf eine Stunde reduziert. Das beschloss jetzt der Stadtentwicklungsausschuss gegen die Stimmen von SPD und Grünen.

Nach dem Beschluss sollen die nicht mehr benötigten Parkuhren und Parkscheinautomaten abgebaut und verkauft werden. An Bergstraße, Lürmannstraße, Gutenbergstraße, Corsicaskamp, Gertrudenstraße, Klosterstraße und Bohmter Straße (vorderer Teil) gilt die Parkscheibe künftig nur noch eine Stunde.

Ratsherr Heinz-Josef Klekamp (CDU) bezeichnete die von der Mehrheitsfraktion durchgesetzte Regelung als " Erfolgsstory", die dem Einzelhandel der Stadt genützt habe. Demgegenüber sprach Dr. Horst Simon für die SPD von einem " Schildbürgerstreich", derüber kurz oder lang wieder rückgängig gemacht werde: " Hier wird das Geld zum Fenster rausgeschmissen!" (rll)
Autor:
rll


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