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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine Augenweide, aber ein Dokument der Geschichte
Zwischenüberschrift:
Denkmal am Straßburger Platz wurde wieder beschmiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Keine Augenweide, aber ein Dokument der Geschichte

Denkmal am Straßburger Platz wurde wieder beschmiert

" Ach, schon wieder." Angesprochen auf die Schmierereien am Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870 / 71 stöhnt Denkmalpfleger Bruno Switala auf. Selbst am Straßburger Platz, nicht gerade der belebtesten Gegend der Stadt, müssen sich die städtischen Denkmalpfleger mit Switala an der Spitze um die Hinterlassenschaften der Schmierfinken kümmern.

Dabei nimmt es fast schon wunder, dass die Sprühdosen-Pistoleros den schwarzen Stein überhaupt als Untergrund für ihre " Malkünste" nutzen. Denn - das gibt auch Switala zu - eine Augenweide ist das Ehrenmal durch seine dunkle Erscheinung nicht. " Damals wurde ein Naturstein gewählt, der nicht sehr ansehnlich ist." Damals heißt 1880, als das Denkmal nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Hackländer errichtet wurde.Ursprünglicher Standort war der Neumarkt. Als der Verkehr zunahm, musste das Denkmal 1928 weichen. Seinerzeit mit dem Standbild der Germania noch komplett, zog es an den Straßburger Platz. Die Germania fiel dann dem Krieg zum Opfer.

" Der Wert liegt nicht im ästhetischen, sondern im historischen Bereich", sagt Switala. Die Stadt habe schon mehrfach Überlegungen angestellt, wie das Denkmal optisch gefälliger gestaltet werden könnte. " Man müsste von der Oberfläche ein Stück wegnehmen", so der Denkmalpfleger. Das würde aber einen tiefen Eingriff in die Struktur des durch eine Bürgersammlung finanzierten Ehrenmahls bedeuten.

Sein Wert liegt im historischen Bereich

Es handele sich bei dem jetzt noch erhaltenen Sockel mit den Namen der im Krieg gegen Frankreich Gefallenen unter den jeweiligen Ortsnamen, an denen die Schlachten dieses Krieges stattfanden, um eine " hervorragende" Steinmetzarbeit, sagt Switala. Er plädiert deshalb und wegen des historischen Wertes des Denkmals für den Erhalt der Gedenkstätte. An dem Denkmal lasse sich auch der Wandel der Zeiten erkennen. " Und deswegen versuchen wir, es über die Zeiten zu bringen." (dk)

DIE GERMANIA ist längst von ihrem Sockel gefallen, der Stein verwittert und jetzt auch noch mit Schmierereien " verziert" - das Denkmal am Straßburger Platz. Foto: Gert Westdörp
Autor:
dk


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