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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das ist eine Frage der Abwägung
Zwischenüberschrift:
Dodesheider Eiswiesen: Flächennutzungsplan sieht Wohnbebauung vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sie wird " Eiswiesen" genannt und liegt im " Grünen Finger" der Stadt - die Fläche zwischen der verlängerten Knollstraße, dem Haster Weg und der Ellerstraße. Geht es nach dem neu zu erstellenden Flächennutzungsplan, sind die Tage dieses Stückchens Grün in der Dodesheide gezählt.

Die Eiswiesen in der Dodesheide sollen bebaut werden. Die Fläche bietet nach ersten Berechnungen Platz für etwa 500 Wohneinheiten. Nach der Diskussion um die " Schafswiese" am Reinhold-Tiling-Weg könnte Rat und Verwaltung mit den Plänen zur Bebauung der Eiswiesen ein weiterer Streitpunkt in diesem Stadtteil bevorstehen. Erst vor kurzem hatten sich die mehr als 120 Besucher einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Haste-Dodesheide-Sonnenhügel gegen die Pläne ausgesprochen.

Die Nutzung der Flächen als Bauland ist auch deshalb nicht unumstritten, da einige Teile nach dem niedersächsischen Naturschutzgesetz geschützt sind. Stadtplaner Franz Schürings: " Es handelt sich zum Teil um hoch wertvolle Flächen. Die vorhandenenökologischen Qualitäten wollen wir schützen und schonen."

Soweit ist Osnabrücks Chef-Stadtplaner auf einer Linie mit der Sichtweise der Bebauungsgegner. Ratsherr Uwe Görtemöller (SPD) betont denn auch, dass sowohl der Umweltbeauftragte der Stadt als auch zwei unabhängige Gutachten zu dem Schluss gekommen seien, dass den Eiswiesen " hohe wenn nicht sogar höchste Umweltpriorität" beizumessen sei. Der Lebensraum für unter Artenschutz stehende Tiere dürfe ebenso wenig der Wohnbebauung zum Opfer fallen wie die Nutzung als Naherholungsgebiet.

Die Stadt habe es immer mit " gewissen ökologischen Wertigkeiten" zu tun, wenn sie nicht gerade genutzte Flächen " recycle", hält Schürings dagegen. " Das ist eine Frage der Abwägung." Osnabrück müsse, wenn es keinen weiteren Bevölkerungsrückgang wolle, ein entsprechendes Angebot auf dem Wohnungsmarkt machen. Er höre regelmäßig, dass Bauland in der Stadt zum einen sehr dürftig sei und zum anderen im Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu den Umlandgemeinden schlecht abschneide. Unter diesen Bedingungen drohe eine weitere Abwanderung aus der Stadt.

Der Stadtentwicklungsausschuss wird sich am Donnerstag, 19. Juni, der Rat am Dienstag, 1. Juli, mit diesem Thema beschäftigen. (dk)

500 WOHNEINHEITEN sollen auf den Eiswiesen im Stadtteil Dodesheide entstehen, wenn der Rat der Änderung des Flächennutzungsplanes zustimmt.
Foto: Gert Westdörp
Autor:
dk


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