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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Experte gibt Entwarnung für Pye
Zwischenüberschrift:
Brunnen nicht durch Sickerwasser belastet - 75 Millionen Euro für Nachsorge
Artikel:
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Originaltext:
Bei den Pyer Brunnen gibt es keine Anzeichen einer Gefährdung durch Sickerwasser aus der Piesberger Zentraldeponie. Das ist das Ergebnis einer Grundwasseruntersuchung, das Dr. Christoph Klinger von der Deutschen Montan Technologie (DMT) jetzt im Pyer Ortsrat vorstellte.

An zwei Stellen trete zwar Sickerwasser aus, es belaste aber lediglich die tiefen Grundwasserbereiche am Südrand der Abfalldeponie, zeigte Klinger auf einer Übersichtskarte mit einer Darstellung von Brunnen und Messstellen auf. Dass das Sickerwasser nicht in den Einzugsbereich der beiden nördlichen Brunnen gelangen kann, liege im Wesentlichen an einer Grundwasserscheide zwischen den Brunnen und der Deponie, erläuterte Christoph Klinger. Genauso wie das Oberflächenwasser fließe auch das Grundwasser bergab.

Um auch zukünftig das Grundwasser noch besser vor Deponiesickerwasser zu schützen, will der Abfallwirtschaftsbetrieb in umfangreiche Sicherungs- und Schutzmaßnahmen investieren. Verfüllte Deponiebereiche sollen abgedeckt werden: " Die speziellen Kunststoffbahnen sind 2, 5 Millimeter stark, jede Naht ist doppelt vernäht", erklärte Deponieleiter Rudolf Hellmer im Ortsrat. Bislang wurden etwa zehn Hektar Fläche mit dieser Schutzfolie überzogen, im Alt-Deponiebereich werden zudem Zwischenfolien eingebaut.

Die bisherigen Kosten belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro. Insgesamt rechnet Hellmer mit einer Nachsorgezeit von etwa zehn Jahren nach Ende der Deponielaufzeit am 31. Dezember 2004. Für diese Nachsorge sind insgesamt 75 Millionen Euro veranschlagt. " Die werden wir auch aufbrauchen", schätzt Hellmer. Das sind nach Ansicht von Ortsbürgermeister Josef Thöle zwar " riesige Summen", aber das Geld sei gut angelegt, weil dem Grundwasser sonst irreparable Schäden gedroht hätten.

Ob es angesichts dieser Kosten nicht günstiger wäre, den Müll aus dem Piesberg wieder auszuräumen, wollte ein Anwohner während der Bürgeranhörung wissen. Hellmer rechnete vor: " Bis Ende der Laufzeit wird der Piesberg mit etwa 7, 5 Millionen Tonnen Müll aus den vergangenen 30 Jahren verfüllt sein." 100 Euro pro Tonne werden für das Ausräumen kalkuliert - das macht unter dem Strich 750 Millionen Euro. Die Kunststofffolien seien ausreichend sicher, erklärte Hellmer. Solange der Deponiemüll sich noch setze, müssten die Abdichtungsbahnen zwar regelmäßigerneuert werden. " Aber danach können sie mehrere Hundert Jahre halten." (dm)
Autor:
dm


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