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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Schule statt Hotel: Neues vom Neuen Graben
Zwischenüberschrift:
Rats ins Gewerkschaftshaus?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vor vier Jahren tauchte der Vorschlag für ein Kongress-Hotel an der Stadthalle auf. Mittlerweile steht das Gewerkschaftshaus am Neuen Graben seit einem halben Jahr leer, aber ein Investor für das Hotelprojekt hat sich bislang nicht finden lassen, jetzt liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch: Das Ratsgymnasium hat dringenden Raumbedarf und deshalb ein Auge auf das Haus geworfen.

Bei einem Ortstermin hat Schulleiter Hartmut Ranke überraschende Hinsichten gewonnen: " Mit geringen Umhauten können hier akzeptable Klassenräume entstehen", so berichtete er, " eigentlich ist für 12 Klassenräume und einiges mehr alles vorhanden." Rankes Vorschlag deshalb: Die Stadt sollte das Gebäude zumindest für eine Übergangsfrist von zwei Jahren anmieten.

Hintergrund des Vorstoßes: Mit der Auflösung der O-Stufen wird das Rats allein je sechs Klassen der Jahrgänge 5 und 6 einrichten müssen. Die Räume dafür sind aber nicht vorhanden. Der vom Stadtrat beschlossene Anbau ist bislang nicht begonnen. Ohnehin platzt die Schule aus allen Nähten - nicht zuletzt, weil zum wiederholten Male Eltern ihren Kindern trotz Ablehnung die Eintrittskarte zu dem Traditionsgymnasium vor Gericht erstritten haben.

Deshalb habe er " mal so angefragt", sagte Hartmut Ranke jetzt. An der Ortsbesichtigung, geführt von Gewerkschaftsfunktionär Heiko Schlatermund, beteiligte sich auch Bürgermeister Dieter Schwarze (EDP), zugleich Vorsitzender im Schulausschuss. Schwarze war anschließend ebenfalls " überrascht von den geeigneten Räumen", die er bei dieser Führung gesehen hatte: " Vollkommen intakt und mit kleinen Änderungen nutzbar."

Angesichts der Raum-Not des Ratsgymnasiums werden derzeit noch zwei weitere Lö-sungsmöglichkeiten diskutiert: Entweder zusätzliche Container aufzustellen; wobei die Schule ohnehin seit 38 Jahren mit einem solchen " denkmalwürdigen Provisorium", so Ranke, leben muss. Platz dafür, sagt er im gleichen Atemzug, sei aber nicht einmal im Schlossgarten vorhanden, wenn der laufend für Großveranstaltungen genutzt wird.

Die Schulverwaltung prüft dagegen eher die zweite Aus-weichmöglichkeit im Möser-Schulgebäude an der Hakenstraße. Dort sollen allerdings die zwei Hauptschulen mit dann drei Zügen zusammengelegt werden. Das bedeutet zehn Klassen mehr als bisher, was nach den Berechnungen im Ratsgymnasium das vorhandene Raumprogramm auch nach dem Auszug der Möser-Realschule ausfüllen dürfte.

Schulleiter Ranke wird seinen Vorstoß heute in der Gesamtkonferenz seiner Schule vorstellen. Er fasst die Vorteile so zusammen: Das Rats bekommt akzeptable Räume in direkter Nachbarschaft, die Stadt muss keine Container heranschaffen, und die Gewerkschaft bekommt eine Mieteinnahme, so lange kein Investor in Sicht ist.

STEHT LEER seit einem halben Jahr: Das Gewerkschaftshaus am Neuen Graben. Jetzt ist ein neuer Verwendungszweck aufgetaucht. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Frank Henrichvark


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