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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Den Primel-Produzenten blühen harte Zeiten
Zwischenüberschrift:
Bei Winterwetter keimt kaum Nachfrage nach Frühblühern - Platz in Gewächshäusern wird knapp
Artikel:
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Originaltext:
Wenn der Schnee schmilzt, machen die Kinder lange Gesichter. Und auch den Großen, die nicht so aufs Schlittenfahren stehen, drückte das Matschwetter gestern aufs Gemüt. Gärtner und Gartencenterbetreiber aber, die derzeit auf ihren Primeln sitzen, schöpfen wieder neue Hoffnung.

" Wir hoffen alle auf besseres Wetter, sagt Kreisgärtnermeister Frank Wallenhorst. Das Hauptproblem der Produzenten von Zierpflanzen - neben um rund elf Cent pro Liter gestiegenen Heizölpreisen - ist momentan: Eigentlich müssten die Primeln raus aus den Gewächshäusern, weil der Platz für Beet-und Balkonpflanzen benötigt wird. Wallenhorst: " Wir haben eine feste Kulturfolge, und jetzt haben viele Kollegen die benötigten Flächen noch nicht frei." Das Überangebot bei den Frühblühern drückt außerdem den Preis. Viele Gärtnereien stehen jetzt vor einer schwierigen Entscheidung: Bauen wir auf einen plötzlichen warmen Frühling, oder packen wir die Primeln auf den Kompost, um Platz für neue Kulturen zu bekommen.

Die Gartencenter befinden sich derzeit in Lauerstellung. Wenn der Schnee weg ist und die Sonne lacht, verspüren die Leute wieder Lust, ihren Garten zu beackern. Das ist die Erfahrung von Manfred Huch vom Gartencenter Münsterland. Und dann ordern er und seine Kollegen von den anderen Gartenmärkten und Fachgeschäften auch Primeln - just in time, wie es auf Manager-Chinesisch heißt.

Huch ist derzeit schon mit Narzissen, Stiefmütterchen und Hornveilchen auf Frühling eingestellt. Was die Primeln angeht, wagt er keine Prognose. Wenn der richtige Zeitpunkt überschritten ist, bringt auch ein niedriger Preis keinen besseren Absatz. Andererseits baut Kreisgärtnermeister Wallenhorst darauf, dass die Gartenfreunde eine Art gefühlte Kulturfolge empfinden nach dem Motto: Erst die Primel, dann die Geranie.

Die Osterglocken, die derzeit im heimischen Garten noch in Zwiebelform unter den letzten Schneeresten schlummern, dürften kaum noch just in time erblühen. " Da müsste es schon ganz schnell sehr warm werden", sagt Peter Rehrmann, Versuchsleiter Zierpflanzenbau an der Fachhochschule Osnabrück. Vermutlich müssen sich die Gartenfreunde zum Osterfest noch an Schneeglöckchen erfreuen, so die Prognose des Gartenbauingenieurs. Oder an vorgetriebenen Narzissen, die in den einschlägigen Fachmärkten und Gärtnereien derzeit auch angeboten wer- Foto: lörn
Autor:
swa


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