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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Hatten nicht erwartet, dass so viele hinter uns stehen"
 
Die CDU hat Verständnis für alle Seiten
Zwischenüberschrift:
Knapp 200 Teilnehmer bei der Demo gegen das interkommunale Gewerbegebiet - Srock als "Feind Nummer eins"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
VIELE FAMILIEN beteiligten sich gestern an der Demonstration gegen den Gewerbepark.

Fotos: Egmont Seiler

HAUPTREDNER war Peter Thiel, der Vorsitzende des veranstaltenden Burgerforums Atter.

Die CDU hat Verständnis für alle Seiten

In einem Gespräch zwischen der CDU Osnabrück und Lotte zum interkommunalen Gewerbepark herrschte Einigkeit, dass zunächst untersucht werden soll, ob das Gelände geeignet ist. Zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen würden aber Flächen benötigt. Der Osnabrücker Fraktionsvorsitzende Burkhard Jasper betont gemeinsam mit seinem Lotter Kollegen Reinhold Hinrichs, dass vor allem die Verkehrsprobleme gelöst und die Belastung von Wohngebieten verhindert werden müssten. " Wir wollen nicht gegen, sondern mit der Bevölkerung zum Wohle der Region arbeiten", betont die CDU.

" Hatten nicht erwartet, dass so viele hinter uns stehen"

Knapp 200 Teilnehmer bei der Demo gegen das interkommunale Gewerbegebiet - Srock als " Feind Nummer eins"

Lotte (hen)

" Noch lässt sich etwas verhindern", rief Friedrich Evers-meyer in die Menge, die gestern die Kreuzung Osnabrücker Straße/ Birkenallee zwischen Lotte und Atter besetzt hatte. Eversmeyer hatte für die Demonstration gegen das geplante interkommunale Cewerbegebiet zwei grüne Schleifen an seinen Trecker gebunden. " Falls ihr euch wundert - das zeigt: Wir haben noch Hoffnung" klärte der Mitinitiator der Gegenbewegung die knapp 200 Demonstranten auf.

" 120 Hektar Natur zerstören. Mit uns nicht!" oder " Finger weg von unserem Eigentum", war auf den Schildern zu lesen, die die Teilnehmer vorbereitet hatten. Aber auch die härtere Gangart war vertreten: " Wir werden verhindern, dass Srock, Fip und Kubendorff Alt-Lotte und Atter zum Tummelplatz ihrer absurden Ideen machen." Nach dem Sammeln in der Straße " Feldmark" hatte der kleine Zug mit Treckern, Pkw und etlichen Fahrradfahrern sich über die Birkenallee zur Kreuzung beim Autohaus Frömel bewegt. Von dort ging es nach der Kundgebung weiter über die Osnabrücker Straße in den Alt-Lotter Dorfkem (Bahnhofstraße) und retour zur Feldmark.

Als Erster hatte der Vorsitzende des veranstaltenden Bürgerforums Atter, Peter Thiel, das Wort ergriffen. " Wir hatten nicht erwartet, dass so viele hinter uns stehen", rief Thiel begeistert aus, " das ist ein Erfolg für uns." Allerdings vermisste er die eingeladenen Politiker aller Parteien, von denen keiner den Weg zur Demo gefunden hatte. Namentlich nannte Thiel den nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Ernst Schwanhold, Bundesverkehrsminster Kurt Bodewig, den Osnabrücker Bürgermeister Burkhard Jasper sowie den Osnabrücker Ratsherrn Robert Seidler (FDP), der Thiel zufolge sein Erscheinen zugesagt hatte. Mit der Demonstration solle ein Zeichen gesetzt werden, fuhr Thiel fort: " Damit wollen wir zeigen, dass wir nicht schlafen." Die Planung werde gegen den Willen der (Grundstücks-) Eigentümer durchgeführt, die Folgen würden " verharmlost": " Die verkehrliche Belastung wird unerträglich sein", so Thiel unter Verweis auf den geplanten sechsspurigen Ausbau der A 1 (" Den wir im Übrigen befürworten"). Derzeit rollten täglich 78000 Fahrzeuge über die Nord-Süd-Autobahn, nach dem Ausbau sollen es rund 110000 sein, so Thiel. Zudem berge der neue Autobahnzubringer, von dessen Realisierung die gesamte weitere Planung abhängt, zusätzliche Unfallgefahren wegen der Nähe zum Lotter Kreuz.

" Wo sind die Grünen?", fragte Thiel weiterhin. Der Osnabrücker Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn mache sich zwar für den Erhalt einer Hecke am Burenkamp stark, aber nicht " für die Menschen hier". Das Argument, das Gewerbegebiet bringe neue Arbeitsplätze, sei dagegen " Augenwischerei", ebenso wie zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen" ein Wunschtraum" bleiben werden, so Thiel. Da in Lotte und Osnabrück die Kassen leer seien, würden am Ende doch wieder Investoren gebraucht. " Und spätenstens dann bekommen die (Investoren, Anm.) ihren Willen - wenn' s ums Geld geht." Und überhaupt: Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-jürgen Fip habe Friedrich Eversmeyer kürzlich noch am Telefon gesagt: " Da könnt ihr machen, was ihr wollt. Das kommt so oder so." So könne Politik doch wohl nicht aussehen, monierte Thiel. " Lass die Finger vom Zubringer", reimte der Forumsvorsitzende abschließend in Richtung Kurt Bodewig.

Im Anschluss an den Vorsitzenden der Osnabrücker Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), Wolfgang Düsing, der nach Thiel sprach, ergriff dann noch Friedrich Eversmeyer das Mikrofon. " Feind Nummer eins" sei Lottes Bürgermeister Dieter-Joachim Srock, der " danach trachtet, unser schönes Gebiet kaputtzumachen", so Eversmeyer.
Autor:
hen


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