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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Es spricht alles dafür, dass die Anlage fertig wird"
Zwischenüberschrift:
Herhof-lnsolvenz und die Folgen - Kommt es zu einer neuen Diskussion über das beschlossene Müllverarbeitungs-Limit?
Artikel:
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Originaltext:
Der am Dienstag beim Amtsgericht Wetzlar gestellte Insolvenzantrag der Herhof-Umwelttechnik GmbH hat bundesweit bei den Kommunen, die Entsorgungsverträge mit dem hessischen Unternehmen haben, für Überraschung gesorgt. Der Wetzlarer Insolvenzverwalter Bernd Ache ist aber optimistisch, dass Herhof eine Zukunft hat. Seine Einschätzung zur Osnabrücker Anlage: " Es spricht alles dafür, dass sie auch fertig wird."

Der 48-jährige Jurist, der seit rund 20 Jahren Insolvenzfälle abwickelt, hat bisher allerdings noch keine Chance gehabt, konkret die " Unterlagen zu prüfen". Sein erstes Urteil: " Es ist ohne Zweifel Masse vorhanden, aber derzeit keine Liquidität gegeben." Aus seiner Sicht haben die Treasury Holdings Ltd., die im Herbst 2003 Herhof übernommen hat, und eine irische Fondsgesellschaft, die beabsichtigt, die Unternehmensmehrheit zu übernehmen, das größte Interesse an einer schnellen Lösung: " Es gibt zwischen den beiden Investoren eine unterschriebene Beteiligungs-Vereinbarung, und es fehlt lediglich noch eine Bedingung. Nach meinem Eindruck beschleunigen die Beteiligten ihre Anstrengungen." Möglicherweise findet noch im Laufe dieser Woche eine Herhof-Gesellschafterversammlung statt.

Bis Insolvenzverwalter Ache letztlich Aussagen zu einzelnen Herhof-Projekten machen kann, wird es dauern: " Es sind neun Anlagen betroffen, und wir sind dabei, uns einen Überblick zu verschaffen." Andere Kommunen sind weit schlechter als Osnabrück dran, wo die Stabilatanlage im Osnabrücker Hafen fast fertig gestellt ist. In vier nordhessischen Kreisen steht nach dem Insolvenzantrag hinter der künftigen Entsorgungslösung ein Fragezeichen. Heute findet ein Gespräch der Landräte mit dem Umweltministerium statt, um Übergangslösungen abzuklopfen.

Spannend könnte in Osnabrück die Frage werden, ob es im Zuge der Herhof-lnsolvenz noch einmal zur einer Diskussion über die Müllmenge kommt, die im Osnabrücker Hafen verarbeitet werden darf. Der Osnabrücker FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Thiele machte gestern deutlich: " Die vom Rat fest geschriebenen 85 000 Tonnen sind aus unserer Sicht für eine Wirtschaftlichkeit kein sinnvolles Limit. Es geht um möglichst niedrige Gebühren für die Bürger." CDU-Ratsherr Rainer Tenfelde lässt aber keinen Zweifel an der bisherigen Beschlusslage: " Veränderungen sind mit uns nicht zu machen." Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Uli Hus sieht " keine Notwendigkeit, etwas an den Margen zu ändern". Position von Grünen-Fraktionschef Michael Hagedorn: " Nur durch die von uns mit gestaltete harte Linie sind wir in einer besseren Position als andere Kommunen. Unabhängig vom Ausgang des Insolvenzverfahrens werden wir diese Linie weiter verfolgen."
Autor:
we


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