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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Erst kommen die Lastwagen, dann die Testfahrer
Zwischenüberschrift:
Nachbarn klagen über Verkehrslärm und gefährliche Raserei - Karmann will Crossfire-Piloten genauer beobachten
Artikel:
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Originaltext:
Die Crossfire-Testfahrer von Karmann drücken zu früh aufs Gaspedal und gefährden Kinder, meint Nadine Brünemeyer und fordert Tempo 30 für die Straße " Am Huxmühlenbach". Die Stadt sieht dafür keinen Bedarf. Der Karmann-Werkschutz will die Fahrer genauer beobachten.

Einige der schnittigen Sportwagen müssen in den Praxistest, bevor sie nach Amerika exportiert werden können. Nach dem Zufallsprinzip werden Autos aus der laufenden Produktion ausgewählt. Die eigentliche Teststrecke ist die Autobahn Richtung Bielefeld bis zur Ausfahrt Borgloh. Aber mancher Fahrer, so sagt Nadine Brünemeyer, beginne die Testfahrt gleich hinter dem Werkstor am Huxmühlenbach.

Weiteres Ärgernis für die Bewohner der kleinen Siedlung sind die Lastwagen, die frühmorgens, zum Teil mit laufendem Motor, an der Straße parken und auf die Einfahrt bei Karmann warten.

Die Mutter von drei Kindern hat in der Nachbarschaft und bei Anwohnern der Rudoph-Richter-Straße Unterschriften für ein Tempolimit gesammelt und den CDU-Ortsvorsitzenden Björn Meyer um Hilfe gebeten. Ratsherr Meyer schlägt vor, ein Halteverbot einzurichten, das Tempo auf 30 zu begrenzen und Gespräche mit Karmann zu führen.

Verkehrsexperten der Stadt haben sich daraufhin den kritischen Bereich angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass es " keinen zwingenden Grund" für eine Tempobegrenzung gibt. In den Kurven könne ohnehin nicht schneller gefahren werden. Auch die Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen hätten " keine gravierenden Probleme" angezeigt.

Karmann-Sprecher Dr. Christian Eick sagte, das Unternehmen werde die Sorgen der Anlieger zum Anlass nehmen, mit den Fahrern zu sprechen. Er gehe aber davon aus, dass die Mitarbeiter sich verantwortungsvoll verhielten und nicht rasten. Dennoch werde der Werkschutz " Beobachtungen vornehmen", sagte Eick. Im Klartext: Die Fahrer müssen mit Kontrollen rechnen, wenn sie mit den Sportwagen das Werk verlassen.

Nadine Brünemeyer befürchtet, dass Kontrollen nicht genügen: " Es wird eine Zeit gut sein und dann wieder losgehen." Außerdem würde damit die regelmäßige Raserei beim Schichtwechsel nicht unterbunden. " Drei Katzen sind schon überfahren worden", sagt sie - " wie sicher ist es hier für meine Kinder?"
Autor:
hin


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