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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bruchstraße: Zukunft ist ungewiss
Zwischenüberschrift:
Gebäude soll abgerissen werden - Nachnutzer Itebo ist jedoch abgesprungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Besetzung der alten Villa an der Bruchstraße sei " symbolisch" gemeint und solle der politischen Forderung für ein Autonomes Zentrum weiter Nachdruck verleihen, so hat gestern Hildegard Winkler als Sprecherin der Initiative betont.

Die Gruppe der Hausbesetzer sei verhandlungsbereit und wolle keine Räumung durch die Polizei provozieren, sagte Winkler weiter: " Wir hoffen auf weitere Gespräche mit der Stadt."

Unterdessen wurde gestern auch bekannt, dass sich die Pläne für eine Nutzung des Grundstückszwischen Bruchstraße und Konrad-Adenauer-Ring zerschlagen haben. Nach einem Hotelbau war zuletzt ein viergeschossiger Bau mit 3600 Quadratmeter Bürofläche im Gespräch. Hauptmieter sollte der kommunale IT-Dienstleister Itebo sein.

" Die Verhandlungen mit Itebo stehen kurz vor dem Abschluss", so hieß es bereits vor einem Jahr. Lediglich über die Mietkonditionen werde noch verhandelt. Gestern bestätigte Itebo-Geschäftsführer Günter Bienasch den Abbruch der Verhandlungen: Mittlerweile habe Itebo, ein Zusammenschluss unter maßgeblicher Beteiligung der Stadtwerke Osnabrück und mit 130 Mitarbeitern, rund 1600 Quadratmeter im Nikolaizentrum angemietet. Diese Büroflächen standen seit dem Umzug des Sozialamts ins Stadthaus 2 vor etwa drei Jahren leer. Und der Eigentümer VGH habe exzellente Konditionen gewährt, so Bienasch: " Für uns deshalb bedeutend wirtschaftlicher."

Bauunternehmer Fritz Scholle seinerseits hat sich von dem Projekt Bruchstraße zurückgezogen, weil ohne Hauptmieter die Wirtschaftlichkeit des Projekts infrage gestellt ist. Scholle hatte ursprünglich den privaten städtebaulichen Wettbewerb für das Grundstück ausgeschrieben - wohl auch weil er als Eigentümer des benachbarten Advena-Hotels Alternativen zum Holiday-Inn-Projekt ins Gespräch bringen wollte.

Auch ohne konkrete Nachfolgenutzung für das Grundstück werde die alte Villa bald abgerissen, kündigte Jens Markendorf für den Eigentümer BauBeCon gestern an: " Der Bagger ist für den 10. Januar bestellt." Als Träger des Sanierungsprojekts am Hauptbahnhof müsse er den Abriss als " städtebaulich zwingend" bezeichnen, so Markendorf weiter. Die Bausubstanz sei marode.

Sorgen bereitet Markendorf allerdings der alte Anstrich der gelben Villa. Die vor langer Zeit verwendete Farbe sei mit Polychlorierten Biphenylen (PCP) belastet und vom Gutachter als Sondermüll eingestuft worden. Deshalb müsse vor dem Abriss der Putz abgeschlagen werden, berichtete Markendorf gestern: " Die Maßstäbe sind schon enorm eng."
Autor:
Frank Henrichvark


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