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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vögel und Amphibien erobern die Sandbachaue
Zwischenüberschrift:
Externe Kompensationsmaßnahmen gleichen Bebauungen aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Eisvogel kreist über dunstverhangenen Tümpeln der Sandbachaue. Kahle, knapp zwei Jahre alte Weiden umranden ein 14 Hektar großes Gebiet aus Stillgewässern, Gräben und mit Binsen bewachsenen Feuchtwiesen. Bis Oktober weiden hier die Rinder. Dieses Schauspiel ursprünglicher Natur in Widukindland hört auf den Namen " externe Kompensationsmaßnahme": Jeder Bauherr muss für Gewerbegebiete, Straßen oder Häuser an anderer Stelle einen grünen Ausgleich schaffen, schreibt ein Baurechtsgesetz vor.

Die " Eingriffsregelung" des Bundesbaugesetzes soll das Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie in einer Kommune austarieren, also grüne Kompensationsflächen schaffen, falls durch eine Bebauung oder Versiegelung in die Natur eingegriffen wurde. Seit einigen Jahren muss dieser Ausgleich nicht mehr in unmittelbarer Nähe zum neuen Bau entstehen, wohl aber innerhalb des Flächennutzungsplans in den Stadtgrenzen.

Die Umweltverwaltung habe dafür ein " Kompensationsflächenkataster" mit den Schwerpunkträumen Pye (Niederung zum Pyer Kirchweg), Rubbenbruch, Sandbachtal, Gretesch {Belmer Bach), Lüstringen (Quellental), Sandforter Bach, Sutthausen/ Nahne (Wulfter Bach) und Lindlager Berg entwickelt, in denen seit 1998 die Natur gezielt geschützt und extensiv genutzt werde, erörtert Thomas Krobok vom Fachdienst konzeptioneller Umweltschutz.

Innerhalb dieser Pools erwerbe die Stadt, die zuallererst zur Kompensation verpflichtet sei, ein Verfügungsrecht auf bestimmte Flächen, ergänzt Helmut Schmitz, Leiter des Fachdienstes Naturschutz und Landschaftsplanung.

Das bauende Unternehnen unterhält die Ausgleichsfläche dann für fünf Jahre, schafft beispielsweise itauraum für Flüsse (wie an der Hase in Lüstringen als Ausgleich für die Baumaßnahmen der Spedition Egerland an der Wellmannsbrücke) oder wandelt einen Acker in Grünland um und pflanzt Obstbäume (wie am Halter Berg in Darum für die Wohnsiedlung " Auf dem Klee" am Haster Berg).

Nach dieser Frist übernimmt die Stadt - gelegentlich mit einem ortsansässigen Landwirt kooperierend - die Finanzierung.

Die Firma Köster hat sich verpflichtet, als Ausgleich für die Bebauung im Gewerbepark Burenkamp die Sandbachaue im Bereich Icker Weg/ Hunteburger Weg zu renaturieren.

Das Gebiet gilt als Musterbeispiel für eine gelungene Kompensation: Gewässer für Amphibien wurden entschlammt oder neu angelegt, Querbauwerke zur Durchlässigkeit aus dem Sandbach und seinen Zuflüssen entfernt und Bäume gepflanzt. Für Frank Bludau, Oberbauleiter vor Ort, ist die gesetzlich vorgeschriebene Aufwertung am Sandbach greifbar. " Da passiert was!"
Autor:
hedi


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