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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Unstrittig
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Unstrittig ist die Bundesrepublik Deutschland für die Verkehrsinfrastruktur (Autobahnen und Bundesstraßen, Schienenwege und Wasserstraßen) zuständig, und zwar für Erhalt, Ausbau und Verbesserung. Allerdings erfüllt der Bund diese Aufgabe seit vielen Jahren aufgrund seiner Finanzschwäche und sehr falschen Prioritäten unzureichend.

Während 1995 die gesamte Investitionsquote des Bundes bei 14, 5% lag, beträgt diese im Bundeshaushaltsentwurf 2005 nur mehr 9%. Fast 60% des Bundeshaushaltes werden für Soziales und Konsum ausgegeben.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Pällmann-Kommission hat 2000 in ihrem Gutachten einen jährlichen Bedarf für Verkehrswegeinvestitionen von 11, 5 Mrd. Euro errechnet. Der Bundesverkehrswegeplan sieht bis 2015 jährliche Ausgaben von 10 Mrd. Euro vor, und für 2005 sind 8, 5 Mrd. geplant. Die mittelfristige Finanzplanung sieht eine Verringerung auf 7, 5 Mrd. Euro bis 2008 vor. Sollten diese Plansansätze Realität werden, wird Deutschland seiner Aufgabe als Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Europas nicht mehr gerecht. Trotz aller Wunschvorstellungen über Verkehrsverlagerungen zur Schiene oder Wasserstraße wird nach Meinung von Verkahrswissenschaftlern bis 2015 der Güterverkehr auf der Straße um 60% und der Personenverkehr um bis zu 25% zunehmen. Diese Zuwächse werden vor allem auf Autobahnen erfolgen.

Daher ist es für die Osnabrücker Region sehr wichtig, durch das Vorantreiben der Planung für den Lückenschluss von zirka 11 km der A 33 Nord von Belm bis zur A 1 in Wallenhorst eine voraussichtliche Realisierung in zirka 10 Jahren und nicht in 20 bis 30 Jahren zu ermöglichen.

Nach Fertigstellung der A 33 im Raum Bielefeld in einigen Jahren wird die nur vierspurige A 30 rund um Osnabrück zeitweise überlastet sein. Die dann unvermeidbaren Stauemissionen schädigen Menschen und Umwelt stärker als ein fließender Verkehr auf einer A 33 Nord.

In zahlreichen Regionen Deutschlands wurden (A 31, Emslandautobahn) und werden (A 22, Küstenautobahn Nordniedersachsen) Planungen durch Kreise, Kommunen und Wirtschaft gefördert. Osnabrück darf auch bei einer derzeitigen Finanznot von Stadt und Landkreis Osnabrück nicht den Anschluss verlieren."

Dlpl.-lng. Helmut Echterhoff
Vizepräsident Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Lieneschweg 78 C
Osnabrück
Autor:
Dipl.-lng. Helmut Echterhoff


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