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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Als die Litfaßsäule noch für "Kathreiner" warb
Zwischenüberschrift:
Der Erich-Maria-Remarque-Ring und der "katholische Bahnhof" - Kiosk an der Ecke gibt es nicht mehr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Den Kiosk an der Ecke gibt es heute nicht mehr, und auch die Litfaßsäule davor ist verschwunden. Diese Ecke Osnabrücks hat sich wie viele andere Plätze der Stadt in den letzten 50 Jahren stark verändert.

Die Aufnahme, die der Zeitungsfotograf Kurt Löckmann 1956 machte, zeigt die Stelle, an der die Hasestraße auf den Erich-Maria-Remarque-Ring mündet. Hinter dem Kiosk wurde der Bahnübergang Hasetor später höher gelegt, der Hasetorbahnhof entstand in der heutigen Ausprägung. An der linken Bildseite, gegenüber dem Kiosk, liegt der Eingang zur Hasestraße.

Viele Details des Bildes, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, vermitteln einen interessanten Einblick in die Welt der 50er Jahre, die noch nicht so motorisiert, war wie wir es heute kennen. So zieht der hintere der auf der Fahrbahn abgelichteten Männer einen Handwagen. Der Anblick der wenigen am Straßenrandabgestellten Pkw erfreut das Auge jedes Oldtimer-Freundes. An der Litfaßsäule vor dem Kiosk wird für " Kathreiner"- Ersatzkaffee geworben. Während der Wagen im Vordergrund mit Kartons beladen wird, warten rechts daneben Männer mit dem typischen Begleiter der 50er - der Aktentasche - an der Haltestelle " Kraftpost" auf ihren Bus.

Im rechten Schaufenster des Kiosks wird für Tabak der Marke " Vogelsang" geworben, links für den Weinbrand " Scharlachberg Meisterbrand". Daneben ist ein Pez-Automat befestigt, an dem Brausebonbons gezogen werden konnten.

Im Volksmund trug der Hasetorbahnhof, am 14. Juni 1896 feierlich eingeweiht, auch andere Namen. Die einen nannten ihn " Theaterbahnhof" - eine Anspielung auf die Kulturbeflissenen aus dem Umland, die vom Hasetor zum Domhof flanierten. Von anderen wiederum wurde er spöttisch als " katholischer Bahnhof" bezeichnet, weil er dem Bischof näher ist als der Hauptbahnhof.

Für Fahrgäste der Nord-West-Bahn sowie aus Richtung Rheine und den Niederlanden ist der Hasetorbahnhof das " Tor nach Osnabrück".
Autor:
eme


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