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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Leer und trostlos: Was wird aus der ehemaligen Altstadt-Tränke?
Zwischenüberschrift:
Seit einem Jahr kein Betrieb mehr in der Heger Straße 12 - Betreiber gesucht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein trostloses Bild bietet sich dem Altstadt-Besucher in der Heger Straße, wenn er bei der Hausnummer zwölf etwas genauer hinschaut. Eine zerbrochene Fensterscheibe jewährt einen kleinen Einblick in den völlig entkernten und nach hinten offenen Innenraum, der zu seinen besten Zeiten die " Tränke" und noch bis vor einem knappen Jahr die Kneipe " Red Bull" beherbergte.

Dieter Willmann, seit 35 Jahren Wirt der " Ollen Use", findet es schade, dass in der Nummer zwölf schon seit längerem kein echter Mitbewerber mehr Bier ausschenkt. Als in den siebziger Jahren die " Tränke" dort eröffnete, sei der Laden immer voll gewesen. " Das bayerische Flair, das war was neues für die Altstadt."

Es brummte so stark, dass die Gäste kaum mehr zur Tür hereinkamen. " Da musste man dem Wirt seine Bestellung schon vom Eingang aus anzeigen", erinnert sich Marianne Wichmann an ihre " Tränken"- Abende, " und wenn man sich dann endlich zur Theke vorgearbeitet hatte, war das Bier schon fertig gezapft."

Bis Mitte der Achtziger sei es so gegangen, sagt Willmann. " Dann kamen immer neue Pächter mit immer neuen Konzepten", aber ohne dauernden Erfolg. " Ich bin überzeugt, dass das Ding immer noch laufen könnte, wenn da der richtige Betreiber reinkommt."

Den sucht derzeit Immobilienmakler Wolfgang Goeke. Schon unmittelbar nachdem das " Red Bull" geschlossen hatte, fand er auch einen: den Besitzer eines Eiscafés in Osnabrück. " Einen ordentlichen Käufer mit einem vernünftigen Konzept", sagt Goeke. Doch als die Stadt die beantragte Baugenehmigung erst nach einem Dreivierteljahr erteilte, wollte der nicht mehr. Jetzt nimmt Goeke die notwendigen Arbeiten erst einmal selbst in die Hand. " Im Januar fangen wir mit einem rückwärtigen Anbau zur Marienstraße an." Dabei muss er Vorsicht walten lassen, denn das 1400 Quadratmeter große Gebäude ist wegen seiner Sandsteinfassade und des gotischen Dachsteinwerks aus dem 13. Jahrhundert denkmalgeschützt. Das Gewölbe unter dem Satteldach sei die beste Feuerversicherung des Mittelalters gewesen, sagt Bruno Switala, Denkmalschützer der Stadt. Die sieben in Osnabrück erhaltenen Dächer seien zumindest für Mitteleuropa einmalig und verdienten eine viel höhere Aufmerksamkeit.

Die wäre der Nummer zwölf sicher, wenn dort wieder ein gastronomischer Anlaufpunkt entstünde. Makler Goeke will sich wenn nötig aber Zeit lassen: " Da muss schon was Ordentliches rein."
Autor:
hpet


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