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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In der Nachbarschaft des Bischofs herrschte Steuerfreiheit
Zwischenüberschrift:
Durch die Hasestraße fuhr die Linie 2 der "Elektrischen" bis zum Hasetorbahnhof, bis sie 1960 durch Busse ersetzt wurde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
DIE HASESTRASSE 1956: Das Bild hat der Zeitungsfotograf Kurt Löckmann aufgenommen. Das kleine Haus rechts hat sich erhalten.

DIE HASESTRASSE HEUTE: keine Straßenbahnschienen mehr, aber der Charakter der jahrhundertealten Straße wurde kurze Zeit später abgerissen. Foto: Elvira Parton

In der Nachbarschaft des Bischofs herrschte Steuerfreiheit

Durch die Hasestraße fuhr die Linie 2 der " Elektrischen" bis zum Hasetorbahnhof, bis sie 1960 durch Busse ersetzt wurde

Innenstadt (eme)

Weihnachtszeit in der Hasestraße. So sah es vor fast 50 Jahren aus. Die Straßenbahnschienen sind zwar entfernt, aber der Charakter der Hasestraße hat sich bis heute erhalten. Zusammen mit der Großen Straße und der johannisstraße ist sie die älteste Straße in Osnabrück.

Die " Elektrische" der Linie 2 hielt am Dom und fuhr durch die enge Gasse bis zum Hasetorbahnhof. Als letzte aller Linien wurde sie am 29. Mai 1960 stillgelegt und durch Busse ersetzt, da der Busverkehr den Planern flexibler erschien.

Besonders interessant an der Aufnahme aus dem Jahr 1956 ist das große Gebäude am rechten Bildrand, in dem heute die Goldschmiede Schliche ihre Edelmetalle verarbeitet. Damals wurden in dem Geschäft noch Papierwaren vertrieben. Die Architektur des Hauses weist auf eine jahrhundertealte Geschichte hin. Es wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut und im beginnenden 19. Jahrhundert umgestaltet.

Das Steinwerk hinten links am Gebäude ist der älteste Bauteil, und auch die Ornamente an den Winkeln unter dem Dach stammen aus dem Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts. Links neben den hell erleuchteten Schaufenstern befindet sich auch heute noch eine Steintafel. Sie ist auf den Bildern nur zu erahnen, aber ihre Inschrift sagt etwas über die Steuerfreiheit aus, die mit dem bischöflichen Einflussbereich zusammenhing. Daher stammt übrigens auch der Name " Domsfreiheit". In dem kleineren Gebäude daneben, das noch ältere Bestandteile enthielt, befand sich damals das Herrenmodegeschäft Schalinsky. Nach der Aufnahme wurde das Haus jedoch abgerissen. Das gleiche Schicksal traf das Haus links daneben.

Das Schuhgeschäft Goldbecker, dessen leuchtender Schriftzug deutlich zu erkennen ist, befindet sich schon seit fast 100 Jahren an derselben Stelle.

Die weihnachtlichen Verzierungen der damaligen Zeit tauchen die Straße in ein so schönes Licht, dass einige der heutigen Ladeninhaber überlegen, ihre Hasestraße im nächsten Jahr ähnlich zu schmücken.
Autor:
eme


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