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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Landschaftspfleger auf vier Beinen
Zwischenüberschrift:
Schottische Hochlandrinder grasen auf Ausgleichsflächen der Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sie fressen im Auftrage der Stadt: Vier schottische Hochlandrinder grasen im öffentlichen Interesse auf einer Ausgleichsfläche am Burenkamp. So werden Eingriffe in die Natur an anderer Stelle der Stadt ausgeglichen.

Wo gebaut wird, geht ein Stück Natur verloren. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass im selben Landschaftsraum Ersatz geschaffen werden muss. Die Kosten für das Anlegen und die Pflege dieser Kompensationsflächen müssen die Verursacher übernehmen - also die Bauherren.

Am Buren kamp direkt neben dem Gewerbegebiet ist so ein drei Hektar großes Stück Grünland aufgewertet worden. Es wurden hundert hochstämmige Obstbäume und 200 Meter frei wachsende Hecke gepflanzt. Daneben wachsen dort auf 2800 Quadratmetern Haselnuss, Wildrose, Weide und Holunder. Drei Teiche geben Fröschen und anderen Tieren Lebensraum, die es gern feucht haben.

Frank Bludau und Margret Baumann vom Fachbereich Grün und Umwelt machten jetzt den neuen Stadtbaurat Wolfgang Griesert mit den Pflegern dieser Flache bekannt: vier schottischen Hochlandrindern. Sie sind robust, leidensfähig und liefern exzellentes Fleisch, wie Jan-Philipp Kunath vom Verein " Weidelandschaften" erklärt. Dieser " Verein für naturgerechte Beweidung" kümmert sich um die Tiere und die Fläche, die allerdings nur wenig Pflege bedürften. Die Rinder machen das schon. Sie fressen mal hier und da und lassen so in einigen Teilen der Weide Pflanzen höher wachsen. Wenn die Pflanzen blühen, finden Insekten ein großes Angebot, das auf einen Schlag verloren wäre, wenn die Wiese - wie bei einer intensiven Beweidung nötig - komplett gemäht werden würde.

Pflanzen gedeihen in den Löchern, die die zotteligen Vierbeiner mit ihren Hufen in den Boden treten. Der Kot liefert die Existenzgrundlage für viele Insekten, die widerurn zum Futter für Vögel und Fledermäuse werden.

Die Wiese an der Ecke Burenkamp/ Feldstraße gehört zum Grünen Netz, das die Stadt nach und nach knüpft. " Das Netz zeigt Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Stadt und ihre Beziehungen", sagt Frank Bludau. Andere Stellen sind der Panoramaweg am Schölerberg, der Steinbruch auf dem Westerberg und die Nistplätze des Eisvogels am Herrenteichswall (Infos zum Grünen Netz im Internet: www.osnabrueck.de).
Autor:
hin


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