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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
150 Jahre Eisenbahn in Osnabrück (1): Vorsicht an der Bahnsteigkante
Zwischenüberschrift:
Die Eisenbahner haben das Wort

Wagenmeister und Lokführer erzählen für die Ausstellung aus dem Berufsleben
Artikel:
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Originaltext:
Am 21. November 1855 wurde die Eisenbahnlinie Löhne-Osnabrück eröffnet. Osnabrück hatte damit Anschluss gefunden an die rasante Entwicklung, die Deutschland in den folgenden Jahrzehnten zu einer der führenden Industrienationen der Welt machte. Die Eisenbahn veränderte das Gesicht der Ackerbürgerstadt Osnabrück gewaltig. Betriebe entstanden und expandierten, neue Stadtteile wuchsen, Arbeitsplätze entstanden. In einer Serie beschreibt die Neue OZ in den nächsten Tagen den Anfang der Eisenbahn in Osnabrück und die Entwicklung.

Die Eisenbahner haben das Wort

Wagenmeister und Lokführer erzählen für die Ausstellung aus dem Berufsleben

Osnabrück swa
" Das geht so nicht", sagt Ulrich Brinkmann, Eisenbahner von altem Schrot und Korn, und zeigt auf den fehlenden Sicherungssplint an der Bremse des Museumswaggons. Brinkmann gehört zu denen, die " Vorsicht an der Bahnsteigkante..." vorbereitet haben, die Ausstellung zum Osnabrücker Eisenbahnjubiläum im Museum Industriekultur.

Als Wagenmeister war Brinkmann, bis zu seinem Ruhestand fast 40 Jahre bei der Bundesbahn, verantwortlich für Betriebssicherheit und Sauberkeit der Waggons. Deshalb fällt ihm beim Ausstellungsrundgang im Museum Industriekultur auch sofort die herabhängende Bremsbacke an dem aufgeschnittenen Waggon auf. Der geschlossene Güterwagen enthält Dokumente und Exponate zur Osnabrücker Eisenbahngeschichte, die vor genau 150 Jahren begann.

Rolf Spilker, Direktor des Museums Industriekultur, wollte in der Ausstellung zum Eisenbahnjubiläum die zu Wort kommen lassen, die bei der Bahn zum Teil jahrzehntelang daran mitarbeiteten, Menschen und Güter auf den Weg zu bringen. Das Spektrum reicht vom Schlosser im Ausbesserungswerk über den Ingenieur bei der Streckenunterhaltung bis zum Lokführer. In ausführlichen Befragungen ließen die Eisenbahner ihr Berufsleben Revue passieren und vermittelten dadurch Einblicke, die in ihrer Gesamtheit all das beschreiben, was die Bahn ausmachte. Und damit die Ausstellungsbesucher eine bessere Vorstellung davon bekommen, haben sie den Museumsleuten eine Menge Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse der von Spilker und Susanne Häring konzipierten und realisierten Ausstellung sind überdies in einem fast 300 Seiten starken Katalog dokumentiert: Vorsicht an der Bahnsteigkante, der Zug fährt ab. Ein Stück leben bei der Bahn, Rasch Verlag Bramsche. Ein lesenswertes Stück Eisenbahngeschichte durch die Brille von Eisenbahnern.

KLICK, KLICK, KLOCK, da klingt etwas nicht ganz sauber. Der erfahrene Wagenmeister Brinkmann hört' s sofort. Foto: Martens

DIE BELEGSCHAFT der Staatsbahnwerkstatt Osnabrück nach 1900. Die Eisenbahn brachte ab 1855 einen Aufschwung für die Osnabrücker Wirtschaft, veränderte das Stadtbild tiefgreifend und brachte tausende Menschen in Lohn und Brot.
Autor:
swa


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