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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Der Goldschmied will auch mal nach draußen gucken
Zwischenüberschrift:
Heger Straße 11: Das Altstadthaus aus dem 19. Jahrhundert wird äußerlich in den Zustand von vor 100 jähren versetzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Heger Straße 11: Das Altstadthaus aus dem 19. Jahrhundert wird äußerlich in den Zustand von vor 100 Jahren versetzt

In der Altstadt gibt es Häuser, die keine seitlichen Außenmauern haben. Links und rechts geben nur die tragenden Wände der Nachbarhauser Halt. Eines davon ist das Haus Heger Straße 11. Der Gold- und Silberschmiedemeister Roland Grändorf lässt es zurzeit nach 100 Jahre alten Plänen umbauen.

Das einstige Wohngebäude aus dem 19. Jahrhundert ist immer wieder den veränderten Anforderungen seiner Nutzer angepasst worden. Im Erdgeschoss haben schon die verschiedensten Handwerker gearbeitet - ein Schlosser, ein Graveur und ein Hutmacher -, bevor der Gold- und Silberschmied Wolfgang Grändorf 1972 mit seiner Frau Irmgard eine Werkstatt eröffnete.

Auch dieser Neuanfang war mit einem Umbau verbunden. Ganz im Stil der fortschrittsgläubigen 70er Jahre bekam das ehrwürdige AltStadthaus im Erdgeschoss eine moderne Optik verpasst. Die Tür, die vorher in der Mitte saß, musste nach rechts wandern. An ihrer Stelle entstand ein neues Fenster. So konnte mit Zustimmung des damaligen Denkmalpflegers - im Innern ein größerer, zusammenhängender Raum geschaffen werden.

Roland Grändorf, der vor zehn Jahren das elterliche Gechäft übernommen hat, stört die unsymmetrische Anordnung im Erdgeschoss schon seit langem. Zugleich wünscht er sich größere Fenster, durch die ihm Altstadtbesucher bei der Arbeit zusehen können. Für ihn zählt noch etwas anderes:

" Ich möchte auch nach draußen gucken können", sagt der Goldschmied, der mit seinen zwei Kindern auch in dem Altstadthaus wohnt.

Grändorf nahm sich alte Bauzeichnungen vor und stellte fest, dass schon vor etwa 100 Jahren größere fenster eingebaut waren, allerdings nur für kurze Zeit. Denn ein Foto von 1910 läßt erkennen, dass die damaligen Schaufenster wieder schmalerenÖffnungen gewichen sind.

Die Tür darf wieder in der Mitte sein

Eine Skizze aus der Zeit um 1900 dient nu als Vorlage für den Umbau der Gold- und Sllberschmiede,. Wiederum Zustimmung der städtischen Denkmalpflege, die inzwischen andere Schwerpunkte setzt.

Denkmalpfleger Bruno Switala ist froh, dass die Tür nun wieder in die Mitte wandert und die zentrale Gebäudeachse wiederhergestellt wird. Alles andere, so sagt er, widerspreche doch dem Charakter des Gebäudes.

IMMER WIEDER den veränderten Nutzungswünschen angepasst. Das Haus Heger Straße 11.

100 JAHRE ALT ist diese Skizze, die als Vorlage für den Umbau des Hauses dient.
Autor:
rll


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