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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Atterstraße: Jeden Tag glatte vier Stunden Wartezeit
Zwischenüberschrift:
Bahnübergang ist für viele Verkehrsteilnehmer ein Martyrium - Unterführung steht nicht im Investitionsprogramm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
120 Züge täglich fahren auf der Bahnstrecke zwischen Osnabrück und Rheine. Für die Atterstraße heißt das: 120-mal Schranken runter und 120-mal zwischen einer und drei Minuten warten, bis sie wieder hochgehen. Für den Bürener Christian Haubold eine unnötige Verschwendung von Zeit und Benzin. Er fordert schon seit langem eine Unterführung an der Atterstraße. Doch er wird sich wohl noch viel länger gedulden müssen.

Psychologisch betrachtet, ist der Bahnübergang an der Atterstraße ein Martyrium für die Autofahrer. Die von beiden Seiten schnurgerade Straßenführung ermöglicht schon viele hundert Meter vor den Schienen die Einsicht darauf, ob die Schranken oben oder unten sind. Da sind Stoßgebete wie " Bitte lass sie oben, bis ich durch bin" die Regel.

Etwa vier Stunden am Tag hat die Bahn an dieser Stelle Vorfahrt. Christian Haubold findet das viel zu lang. Eine Unterführung müsse her, und zwar aus mehreren Gründen. Zunächst der einleuchtendste: Die oft langen Rückstaus des Durchgangsverkehrs würden verschwinden. Ein Zeitgewinn für jeden Autofahrer, aber nicht nur für den. Auch die Busse könnten ihre Fahrpläne besser einhalten. Die Unterführung könne unter Umständen sogar Leben retten, wenn ein Verletzter eilig ins Krankenhaus gebracht werden müsse.

Schließlich würde auch die Umwelt geschont, sagt Haubold. Denn nach seiner Beobachtung nimmt sich nur jeder zweite Autofahrer die Schilder mit der Aufschrift " Motor aus" zu Herzen. Alles gute Gründe. Warum wird die Stadt also nicht tätig, gerade angesichts der Tatsache, dass sogar der Bebauungsplan eine Unterführung an besagter Stelle schon vorsieht? Schuld ist wieder mal das liebe Geld: " Im Investitionsprogramm der nächsten fünf Jahre ist die Maßnahme nicht enthalten", erklärt Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau. In besonders dringenden Fällen könne man Projekte zwar vorziehen. Das zeichne sich beim Bahnübergang Atterstraße aber nicht ab. Außerdem habe da auch noch die Bahn ein Wort mitzureden. Bahnsprecher Holger Bajohra zeigt sich aber gesprächsbereit. " Jede Gemeinde, die entsprechende Pläne hat, sollte sich mit uns in Verbindung setzen." Die Kosten für die Umgestaltung seien jedoch nicht verhandelbar, weil im Eisenbahnkreuzungsgesetz festgeschrieben. Danach müssten Bund, Bahn und die Stadt Osnabrück je ein Drittel der Gesamtsumme übernehmen. Wie hoch die sein würde, will Bajohra nicht schätzen. Auf jeden Fall zurzeit zu hoch für den knappen Etat der Stadt. HIER WIRD WOHL NOCH EIN PAAR JAHRE GEWARTET: Eine Unterführung amderzeitigen Bahnübergang Atterstraße Hegt noch in weiter Ferne. Foto: Elvtra Parton
Autor:
Hauke Petersen


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