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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Platz für 400 Eigenheime: Grüner Finger schrumpft
Zwischenüberschrift:
Stadt plant ein hochwertiges Wohngebiet im Süden der Dodesheide - Eingriff in die Landschaft umstritten
Artikel:
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Originaltext:
Dodesheide (rll) Es soll das größte Wohnungsbauprojekt in Osnabrück werden: Platz für 400 neue Eigenheime will die Stadt am östlichen Ende der Knollstraße schaffen. Das Vorhaben ist umstritten, weil das 35 Hektar große Plangebiet zum grünen Finger gehört, der sich von Belm bis in die Gartlage zieht.

Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Rat den Flächennutzungsplan geändert. Von der Bezirksregierung kommt grünes Licht. Jetzt soll es ins Detail gehen. SPD und Grüne tragen die Planung nicht mit, weil sie den Eingriff in die Landschaft für unverantwortlich halten. Vom Fachbereich Städtebau werden derweil die Standortqualitäten herausgestellt: " Es handelt sich hier um eine größere zusammenhängende Fläche mit hoher Wohnqualität, die günstig zu den Versorgungseinrichtungen des Stadtteils und zur Innenstadt liegt", heißt es im Erläuterungsbcricht der Verwaltung.

Lärm von viel befahrenen Straßen oder Bahntrassen - in vielen Wohnsiedlungen ein gravierendes Problem - sei in diesem Quartier kein Thema. Und die Eigentumsverhältnisse könnten nicht günstiger sein, weil ein Großteil der Flächen bereits der Stadt gehört.

LäNDLICH ist dieses Stadtquartier am Ende der Knollstraße geprägt. Die Stadt will hier Platz für 400 neue Eigenheime schaffen.

Als problematisch gilt jedoch der Baugrund. Durch den hohen Grundwasserspiegel in der Sandbachaue drohen in Teilbereichen Erschwernisse bei der Gründung. Bodengutachter prophezeien, dass der Pegel nach starken Regenfällen bis zur Geländeoberkante ansteigen könnte. Außerdem wurden " Torflinsen" festgestellt, die keine sichere Basis für ein Fundament sind. Fazit: Die Grundwasserverhältnisse könnten die Baukosten in die Höhe treiben. Umstritten ist die Planung aber, weil sie den Grünzug " Sandbachtal/ Gartlage" erheblich einschnüren würde. Es handelt sich um den großten grünen Finger in Osnabrück, und dem wird im Klimagutachten eine entscheidende Rolle für die Kaltluftproduktion bescheinigt. Die Umweltverträglichkeitsuntersuchung weist für drei Teilflähen des Plangebiets wertvolle Biotope aus. In der Gesamtbeurteilung wird zudem die hohe Bedeutung des Areals für Tiere und Pflanzen " sowie für Naturerleben und Erholung" herausgestellt.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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