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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Ein Zebrastreifen passt nicht in die Vorschriften
Zwischenüberschrift:
Am Kirchenkamp: Viele Eltern wollen eine Überquerungshilfe für ihre Kinder, aber den Fachleuten genügt Tempo 30
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Soll es einen Zebrastrelfen auf dem Kirchenkamp geben? Und wenn ja, wo soll er hin? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Ortstermins, zu dem sich jetzt die Fachleute aus der Verwaltung mit Anwohnern und Politikern trafen.

Auf ihrem Schulweg von der Katharinenstraße zur Elisabethschule muss die Viertklässlerin Hale Sauerwein mit ihrer Freundin und ihrer jüngeren Schwester den Kirchenkamp überqueren. Doch allein trauen sich die Mädchen nicht. Denn der Kirchenkamp ist nicht leicht zu übersehen - vor allem für Kinder. Also begleiten die Eltern sie von und zur Schule.

Mutter Holle Sauerwein wünscht sich deshalb - ebenso wie viele andere Eltern - einen Zebrastreifen für den Kirchenkamp. Auch der Bürgerverein Katharinenviertel setzt sich seit längerem dafür ein. Bis vor einigen Jahren gab es an der Stelle schon einen Zebrastreifen. Nach dem Umbau der Straße hat die Stadt jedoch Aufpflasterungen angebracht, so dass Autos ihr Tempo drosseln müssen. Außerdem wurde die Straße zur Tempo-30-Zone erklärt.

Aus Sicht der Fachleute ist dem Sicherheitsbedürfnis damit Genüge getan. Doch vielen Anwohnern reicht das nicht. Deshalb hat der Fachdienst Verkehrsplanung die Fußgänger an den Kreuzungen des Kirchenkamps mit der Augustenburger Straße sowie der Katharinenstraße und Ernst-Sievers-Straße gezählt. 90 Fußgänger überquerten am Zählungstag zwischen 12 und 14 Uhr den Kirchenkamp, zwischen 7 und 9 Uhr waren es weniger. Das reiche nach den Vorschriften eigentlich nicht für einen Zebrastreifen, erklärte Norbert Obermeyer vom Fachdienst Straßenverkehr beim Ortstermin. Eigentlich seien 100 Fußgänger das Minimum. Dazu komme, dass Zebrastreifen in Tempo-30-Zonen unüblich seien. Dennoch gilt für Obermeyer, dass sich " über die tatsächlichen Gegebenheiten diskutieren lässt". So sieht es auch Hans-Jürgen Apel, Fachdienstleiter Straßenverkehr. " Wir wissen, dass das ein großer Wunsch der Anwohner ist", sagte der Verkehrsplaner. Einig waren sich Anwohner und städtische Vertreter, dass der Zebrastreifen in der Nähe der Katharinenstraße angelegt werden muss. An der Kreuzung zur Augustenburger Straße, so haben sie beobachtet, halten viele Autofahrer sowieso an, um Fußgängern den Vortritt zu lassen. Die Kreuzung von Kirchenkamp, Ernst-Sievers-Straße und Katharinenstraße ist dagegen unübersichtlicher, vor allem für Kinder. An einer Ecke versperren parkende Autos die Sicht, an der anderen mündet die Ernst-Sievers-Straße im spitzen Winkel in den Kirchenkamp, was zur Folge hat, dass Fußgänger erst einige Schritte auf die Straße gehen müssen, um zu erkennen, ob sich Autos nähern.

Der Zebrastreifen stehe zwar nicht auf der Prioritätenliste der Verwaltung, erklärte Apel, das bedeute aber nicht, dass die Politik sich nicht doch dafür entscheiden könne. Er appellierte an die Eltern, dass sie ihre Kinder dazu bringen, den Zebrastreifen auch zu benutzen. Eine Entscheidung fällt Anfang November im Stadtentwicklungsausschuss. HOPP HOPP, SCHNELL RUBER: Viele Kinder trauen sich nicht allein über den Kirchenkamp. Die Fachleute der Stadt halten die Tempo-30-Zone und die Aufpflasterungen eigentlich für ausreichend. Das Foto entstand vor einem Jahr. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Anne Reinert


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