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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In der Schule lieber Boote bauen als Mathe pauken
Zwischenüberschrift:
Projekt der Dissener Hauptschule: Schüler arbeiteten mit Jugendlichen der Noller Schlucht zusammen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Dissen (hin)
Der Name Ist Programm: " Anstrengung und Spannung" heißt ein Projekt der Hauptschule Dissen. Anstrengend war es für die Schüler, zusammen mit Jugendlichen aus der Jugendwerkstatt Noller Schlucht zehn Kanus zu bauen. Spannend war die anschließende Probefahrt auf der Ems.

Aber auch der Bau der Boote war spannend genug, wie Rainer Neuber, Leiter der Jugendwerkstatt, berichtet. Für die Schüler aus den Klassen 8 bis 10 sei es ein besonderes Erlebnis gewesen, mit der eigenen Hände Arbeit ein derart abenteuerliches Produkt wie ein Kanu zu erstellen. Im Werkunterricht ist dafür in der Regel kein Platz.

Aber auch für die Jugendlichen von der Noller Schlucht war das gmeinsame Projekt " Kanubau" ein besonderer Auftrag. Sie schlüpften in die Rolle der Ausbilder: Wie wird e richtig geschmirgelt, gestri eben, der Bohrer geführt, der Trennschneider bedient? Wo lauern Gefahren bei der Arbeit, wie läßt sich dieses oder jenes Problem mit etwas handwerklichem Geschick bewältigen? Neuber: " Die Jugendlichen haben gesehen, daß sie anderen etwas vermitteln können und Verantwortung übernehmen müssen."

Im Gegenzug freuten sich die Schüler und ihr Lehrer Andreas Knemöller über die Abwechslung vom Schulalltag. " Es war sehr schön, einmal mit Älteren zu arbeiten. Und besser als Rechnen und Schreiben war es auf jeden Fall auch", sagt Matthias.

DIE PROBEFAHRT auf der Ems beschieß das ungewöhnliche Projekt " Anstrengung und Spannung" der Dissener Hauptschule.

Blasen an den Fingern

Das Kanubau-Projekt gründet sich auf einer festen Vereinbarung zwischen der Hauptschule Dissen und dem Lernstandort Noller Schlucht. Das Geld - insgesamt waren rund 15000 DM nötig - stammt zum größten Teil aus Fördermitteln des Landes für den Lernstandort. Die Hauptschule steuerte 2500 DM aus Spenden der Eltern bei. Die zehn Kanus stehen der Schule jetzt dauerhaft zur Verfügung, wie Schulleiter Johannes Minnecker betont. Klassen und Jugendgruppen können damit Touren auf den Flüssen der Umgebung unternehmen. Eine 25köpfiges Team hat bereits die Boote für eine mehrtägige Exkursion genutzt.

Doch am Anfang stand die Arbeit. Zunächst wurde ein ausgedienter Wohnwagen bis auf den Bodenrahmen und die Achse abgewrackt und für die künftige Verwendung als Bootstransporter hergerichtet. Schweißen, flexen, bohren, streichen - bis der Wagen TÜV-gerecht hergerichtet war, hatte mancher Schüler Blasen an den Händen. Im zweiten Anlauf ließen die kritischen Prüfer vom TÜV den Anhänger schließlich passieren.

Ein Boot versank in der Ems

ALLES HANDARBEIT, auch die Paddel. Die Schüler übten ihr handwerkliches Geschick, die jugendlichen des Lernstandortes übten sich in der Rolle der Ausbilder.

Zeitgleich hantierten andere an den Paddeln und Booten herum. Aus groben Holzklötzen wurden elegante Paddel, aus unförmigen Kunststoffhalbschalen knallrote Boote. Sitzbänke wurden eingepaßt, letzte kosmetische Korrekturen ausgeführt: Fertig waren die Kanus für den zweiten Peil des Projektes, den Teil " Spannung".

Schwimmen die Boote wirklich? Die Probefahrt auf der Ems begann mit einem üppigen Frühstück unter einer Brücke hei (ireven, weil es heftig regnete. Doch dann der Stapellauf, die Tour auf der ruhig dahinfließenden Ems, das Naturerlebnis - und der Schock einer Kenterung. Eines der mit jeweils zwei Schülern besetzten Boote geriet außer Kontrolle und ging unter. Keine Sorge: Schüler und Boot wurden wohlbehalten geborgen, und die jungen Leute zogen daraus ihre Lehren über Sicherheit an Bord.

Alle Seiten - die Schüler, die Schule, der Lernstandort und deren Leiter - sind mit dem Erfolg des Projektes sehr zufrieden. " Anstrengung und Spannung" soll es auf jeden Fall auch in den nächsten Schuljahren geben. Möglicherweise werden auf diese Weise noch eine Skateranlage oder andere Sportgeräte entstehen.

AM ANFANG war die Anstrengung: Aus einem alten Wohnwagen bauten Hauptschuler und die lugendlichen der Werkstatt Noller Schlucht einen Transportanhänger für zehn Kanus. Fotos: privat
Autor:
hin


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