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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Urkunden für fünf Umweltschulen
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Auszeichnung für Engagement im Bereich des Umweltschutzes
Artikel:
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Originaltext:
ÜBER DIE AUSZEICHNUNG freuten sich (von links) Jürgen Drehung von der Bezirksregierung Weser-Ems und Manfred Bergau (Haupt-und Realschule Bohmte). Regierungsvizepräsident Dieter Boll, Dietrich Adam (BBS Bersenbrück), Hans Kaiser, Leiter der Schulabteilung bei der Bezirksregierung, Gerd Otten (BBS Bersenbrück), Gerhard Hagensieker (Grund- und Hauptschule Buer), Sylva Schlie (Gymnasium Bad Essen) und Ferdinand Heetderks (Gesamtschule Schinkel). Foto: Detlef Heese

Osnabrück (SJM) Die Flagge mit dem Aufdruck " Umweltschule" weht ab jetzt an fünf Schulen im Osnabrücker Land. Sie wurden für ihr Engagement im Bereich des Umweltschutzes ausgezeichnet. " Sie leisten in hervorragender Weise Umweltbildung. Schüler entwickeln dadurch ein Bewusstsein für Ressourcen. Das wird Früchte tragen", sagte Regierungsvizepräsident Dieter Boll bei der Überreichung der Urkunden und Flaggen in Osnabrück.

Der niedersächsische Koordinationsausschuss für Umweltschulen in Europa hat entschieden, dass 23 Schulen im Regierungsbezirk Weser-Ems in diesem Jahr als Umweltschule ausgezeichnet werden. Über die Ehre freuen sich die Haupt- und Realschule Bohmte, die Berufsbildenden Schulen Bersenbrück, die Gesamtschule Schinkel in Osnabrück, das Gymnasium Bad Essen und die Grund- und Hauptschule in Melle-Buer.

" Umweltschule in Europa" wurde 1990 gegründet und wird seitdem jährlich ausgeschrieben. Dabei sollen die Schulen voneinander lernen und miteinander kooperieren. Angestrebt werden nicht kurzfristige Ziele, sondern dauerhafte Veränderungen. So hat es die Gesamtschule Schinkel durch ein Energiesparprogramm in zweieinhalb Jahren 85 000 DM Kosten eingespart. Außerdem betreibt die Schule nach den Worten von Ferdinand Heetderks eine Photovoltaikanlage. Damit alle an einem Strang ziehen, gebe es sogar eine Putzfrauenkonferenz.

Ähnlich engagiert sind auch die Berufsbildenden Schulen Bersenbrück. Vor einem Jahr starteten sie damit, Müll nach Wertstoffen zu trennen. Ziel sei es, bei den Kosten der Abfallentsorgung 40 bis 50 Prozent einzusparen, erklärten Dietrich Adam und Gerd Otten. Außerdem setze sich die Schule mit regenerativen Energien auseinander wie beispielsweise einer Kollektoranlage für die Sporthalle. Flächendeckend geht auch das Gymnasium Bad Essen vor: Ziel sei es, so die stellvertretende Schulleiterin Sylva Schlie, den gesamten Altkreis Wittlage in 30 Jahren mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Eine Projektgruppe hole sich Rat bei Experten und diskutiere dies auch mit Bürgern.

Landwirtschaft wird in der Grund- und Hauptschule Buer groß geschrieben. Nach den Worten von Gerhard Hagensieker baut die Schule beispielsweise auf einer freien Fläche Hafer an. Die Kinder pflügen den Acker selbst und halten außerdem Schafe. Die Wolle werde schließlich im Textilunterricht verarbeitet: " Es geht auch darum, den Kindern artgerechte Tierhaltung zu zeigen". Biologie, Arbeitslehre, Neue Technologien und Landwirtschaft werden in der Haupt- und Realschule Bohmte verknüpft. Wie Rektor Manfred Bergau erklärte, wurden Felder gedüngt, und die Pflanzen rund um die Schule anschließend bestimmt. Per Internet wurden 200 weitere Schulen aufgefordert, die zehn häufigsten Pflanzen an der Schule zu nennen. Zur Schulhofpflanze des Jahres wurde später der Löwenzahn gekürt. Außerdem stellte eine Gruppe an der Schule Nisthilfen für Fledermäuse und Insekten her, die jetzt auch verkauft werden sollen.
Autor:
SJM


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