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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Heute: Christian Kluck
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" Fahren macht Spaß." Christian Kluck ist einer der Wagenchefs und betreut vier Autos, die 50 Leute sich miteinander teilen: Er wäscht sie und bringt sie zur Inspektion. Das gehört zum Hobby des 41jährigen. Der Berufsschullehrer für angehende Tischler und Zimmerleute ist Vorsitzender des Projekts StadtTeilAuto.

" Die meisten verdrängen die Kosten, die das fahrende Statussymbol verursacht." Das wurde ihm klar, als er 1990 seine Lehrerstelle angetreten hatte und die Ente aus Studienzeiten nicht mehr rollte. Der unfreiwillige Fahrradfahrer erkundigte sich nach einem Kredit für ein neues Auto, wollte aber nicht viel Geld ausgeben, " nur um meinen Körper zu transportieren".

Er fragte sich, warum eigentlich jeder ein Auto haben muß: " In der Stadt geht das doch eigentlich nicht". Dann kam er auf die Idee mit den geteilten Autos- " Mir geht es darum, sie möglichst intelligent einzusetzen." Aber der Berufsschullehrer wollte nicht nur Kosten sparen. Auch der Umweltschutz lag ihm am Herzen: " Wer mit anderen ein Auto teilt, spart Rohstoffe ein". Es blieb nicht bei einer bloßen Theorie, denn " ich wollte etwas bewegen" und " über Lippenbekenntnisse hinaus" etwas für die Umwelt tun. Christian Kluck suchte über eine Annonce Gleichgesinnte, mit denen er den gemeinnützigen Verein " Stattverkehr" gründete.

Auf öffentliche Unterstützung wird verzichtet: " Wir wollen nicht in Abhängigkeit geraten und arbeiten daher lieber im Verborgenen". Die Mitglieder haben private Stellplätze für ihre Fahrzeuge gemietet, und eine Tankstelle arbeitet für sie als Zentrale. Wer eines braucht, kann dort rund um die Uhr anrufen.

Für manche sind die geteilten Autos der Ersatz für die eigenen vier Räder geworden, für andere " eine Ergänzung ihrer Mobilität", wie Christian Kluck sagt. Er selbst fährt jetzt zusätzlich wieder ein eigenes Auto -" ich bin ja nicht dogmatisch".

Bei seinem Engagement will der Berufsschullehrer niemanden missionieren. Da er " ideologische Scheuklappen" ablehnt, spielt er den Umweltschutz nicht gegen seine Leidenschaft für manches schöne Auto aus.

Vor allem die Erfahrung, " wie aus einer Idee etwas Neues entsteht", findet er spannend: " Die Haltung, das geht ja sowieso nicht' ist ein Killerargument und verhindert neue Entwicklungen".

SEINE IDEE funktioniert rund um die Uhr: Christian Kluck hat das StadtTeilAuto ins Leben gerufen.

Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
Jann Weber


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