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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
3600 Kunden sind das Maß der Dinge
Zwischenüberschrift:
Das Fahrgastpotenzial für den Haller Widern - Freizeitverkehr als Zusatztrumpf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück / GMHütte (we) Der neue Haller Willem als Geisterzug, der mit weitgehend leeren Plätzen verkehrt, oder großes Interesse am modernen Bahnangebot und gute Auslastung? - Welches dieser Reaktivierungs-Szenarien Wirklichkeit wird, zeigt sich ab nächster Woche. Die Messlatte: Die 3600 potenziellen Fahrgäste, die in der Wirtschaftlichkeitsberechnung der Landesnahver-kehrsgesellschaft (LNVG) ermittelt wurden.

Die LNVG Ist optimistisch, dass die Zahl auf dem niedersächsischen Streckenabschnitt erreicht wird. Eine Sprecherin: " Die Annahme basiert auf einem anerkannten standardisierten Untersuchungsverfahren, das mit hohen Datenmengen arbeitet. Wir gehen davon aus, dass 3600 tägliche Fahrgäste der Durchschnitt der ersten drei bis vier Betriebsjahre sein werden." Das wären um die 60 Fahrgäste pro Zug. Knapp die Hälfte der Haller-Willem-Kunden werden der Studie zufolge bisherige Bus-Nutzer sein, weitere rund 1800 Fahrgäste sollen vom Auto auf das moderne Bahnangebot umsteigen.

Die Hoffnung der Haller-Willem-lnitiative, die Mitte 2000 eine eigene Umfrage unter 3049 Personen durchführte, bei der 91 Prozent angaben, den Haller Willem nutzen zu wollen: dass sich die Erfolgsgeschichte des ostwestfälischen Streckenteils auch im neuen niedersächsischen Abschnitt fortsetzt. Mitte der Neunziger lag das Fahrgastaufkommen zwischen Bielefeld und Dissen bei bescheidenen 1350 Kunden. Die Strecken-Attraktivierung zur Expo ließ die Zahl auf 2650 steigen, und zwischen 2001 und 2004 gab es noch einmal ein Plus von 14, 3 Prozent. Einer der Gründe: die Einrichtung eines Halbstundentaktes zwischen Bielefeld und Halle zu Hauptschul- und Spitzen-berufsverkehrzeiten. Absoluter Monatsspitzenwert: 3362 Fahrgäste, die im November 2004 gezählt wurden. Initiati-ve-Sprecher Johannes Bartelt: " Das zeigt, welche Chancen der Schienen-Nahverkehr hat, wenn das Marketing und das Preissystem optimal funktionieren."

Der Zusatztrumpf, den die Initiative auch für den niedersächsischen Teil sieht: der Ausflugsverkehr. Sprecher Bartelt: " Nach dem Expo-Jahr hat der Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe allein 130000 Kunden durch die Teuto-Senne-Fahrradroute verbucht. Hier hat auch der neue Abschnitt attraktive Ziele zu bieten." Die Haller-Willem-Skeptiker sehen dagegen leere Züge voraus, da die alten Haltepunkte nicht in der Nähe der neuen Baugebiete liegen und ein optimales Busangebot besteht.

Fest steht vor dem Start nur der Zuschussbetrag: Rund zwei Millionen Euro werden von der LNVG jährlich für den Streckenbetrieb überwiesen - eine Million weniger als ursprünglich geplant, da die Kalkulationsgrundlagen günstiger geworden sind.
Autor:
we


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