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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Schinkel: Hochspannung ist wieder aktuell
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Bürgerbeteiligung: Bis zum 9. Juni liegen die Pläne öffentlich aus - RWE will kein Erdkabel
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Originaltext:
ZWEI LEITUNGEN verschwinden, eine neue entsteht entlang der Bahn und der Autobahn. So sehen es die Pläne der RWE vor.

In der Stadt Osnabrück und In der Gemeinde Belm erwacht eine alte Diskussion um die geplante 110-kV-Hochspannungsfreileitung Lüstringen-Baumstraße-Powe. Erneut können Bürger Stellung beziehen: Bis zum 9. Juni liegen die Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens im Fachbereich Städtebau (Dominikanerkloster, Hasemauer 1) und in Belm öffentlich aus.

Die ehemalige Bezirksregierung (jetzt Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) hatte im Oktober 1999 das bereits abgeschlossene Verfahren neu aufgerollt. Zuvor hatte die Stadt eine teilweise unterirdische Verkabelung gefordert und den Antrag auf eine Freileitung abgelehnt. Die Landesbehörde bemängelte daraufhin, dass die Stadt die erhöhte Kostensituation der RWE für eine Erdverkabelung nicht hinreichend berücksichtigt habe.

Genau da will die " Bürgerinitiative Hochspannung" jetzt erneut ansetzen. Die RWE berechnete damals einen 5fachen Kostenaufwand bei einer Erdverkabelung. Ein unabhängiger Gutachter an der Universität Hannover schätzte die Kosten auf das 3, 4- bis 4, 5fache. Die Daten begründeten sich auf eine Gesamtverkabelung und die reinen Baukosten. Diese Berechnung sei heute nicht mehr realistisch, sagt ein Sprecher der Bürgerinitiative.

Er bezieht sich auf einen aktuellen Kostenvergleich von Prof. Dr. Brakelmann (Universität Duisburg-Essen). Dieser stellte an einem Beispiel in Nordfriesland fest, dass eine Erdverkabelung im 110-kV-Leistungsbereich auf lange Sicht günstiger sein kann. " Erdkabel im 110-kV-Bereich haben geringere Übertragungsverluste als Freileitungen, was besonders bei einer hohen Auslastung kostenmäßig zu Buche schlägt", sagt Brakelmann.

Das treffe für Osnabrück nicht zu, sagt dagegen Dr. Hans-Ulrich Paul von der RWE: " Eine Bodenleitung bringt bei einer schwankenden Auslastung, wie es in Osnabrück der Fall wäre, eher einen höheren Energieverlust mit sich." Die RWE plant die 110-kV-Hochspannungsleitung, um dem " erhöhten Energiebedarf der Stadt Osnabrück, der Firma KME und des Gewerbegebietes in Belm nachkommen zu können", so Paul.

Die Landesbehörde hat das Raumordnungsverfahren und die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen und dem Bau zugestimmt. Für eine Genehmigung schreibt das Energiewirtschaftsgesetz ein Planfeststellungsverfahren vor, in dem Bürger, Verbände und Träger öffentlicher Belange zu den Plänen Stellung nehmen können.

Planfeststellung bis Ende dieses Jahres

Nach ersten Gesprächen mit Grundeigentümern hat die RWE die ursprünglich geplante Trasse modifiziert. Die aktuellen Unterlagen liegen bis zum 9. Juni im Fachbereich Städtebau und in Belm aus. Einwände können schriftlich bei der Landesbehörde in Oldenburg gestellt werden, woraufhin ein Erörterungstermin stattfindet. Die Planfeststellung soll Ende 2005 abgeschlossen sein, danach sollen die Bauarbeiten endgültig beginnen.
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