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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Jäger und der Naturschutz
Zwischenüberschrift:
Zum Bericht "Minister setzt auf Ideen der Jäger/Sander zu Gast bei der Jägerschaft" (Ausgabe vom 2. Mai).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Schauen wir uns doch einmal die im Artikel dargelegte Jahresbilanz der Osnabrücker Jägerschaft an: 25 erlegte Iltisse, die nach der . Roten Liste' Niedersachsens und Bremens gefährdet sind; vier erlegte Baummarder und drei erlegte Dachse, die sowohl auf der niedersächsischen als auch auf der bundesdeutschen Vorwarnliste stehen, in ihrem Bestand also rückläufig sind. Dazu kommen über 1000 geschossene Rabenkrähen und Elstern, denen immer wieder die Ausrottung anderer Vogelarten ins Gefieder geschoben wird.

Und schließlich: Welchen vernünftigen Grund gibt es, z. B. Kleinmarder, wie das Hermelin oder Silbermöwen, zu schießen, die nicht mal gegessen werden, sondern als Kadaver vor Ort verbleiben oder als verstaubte Präparate Wohnzimmerwände schmücken? Wenn Umweltminister Sander ein derartiges anachronistisches Treiben mit dem Satz bedenkt, »Naturschutz und Jagd sind nicht zwei Seiten einer Medaille, sonder eine, dann gibt es dafür meines Erachtens nur zwei Erklärungsmöglichkeiten: entweder fundamentale Ahnungslosigkeit oder Ignoranz.

Vor einiger Zeit habe ich von einem sehr bekannten Berufsjäger, der seit mehr als 40 Jahren (eine etwas andere) Jagd betreibt, einen Brief erhalten.

Darin ist zu lesen: , Die Mehrheit der Jäger lebt - was die Jagd betrifft - in einer eigenen Welt, in der sie sich dem Rest der Menschheit überlegen fühlt. Was nicht mit ihrem überkommenen jagdlichen Weltbild übereinstimmt, wird abgelehnt.' Dem kann ich nur beipflichten. Wo bleibt angesichts der jagdlichen Fehlentwicklungen die Stimme der Jägerminderheit, der es tatsächlich auch um Naturschutz geht?"

Prof. Dr. Herbert Zucchi

Rosenweg 3

Hasbergen
Autor:
Prof. Dr. Herbert Zucchi


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