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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Ohne Zaun wäre das Spielen gefährlicher"
Zwischenüberschrift:
Hauswörmannsweg: Anwohner wollen, dass Kasernenzaun ihren Kindern zuliebe erhalten bleibt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kalkhügel (nina) Früher einmal markierte der Maschendrahtzaun mit dem Krönchen aus Stacheldraht das Ende des Kasernengeländes. Heute steht er immer noch zwischen Häuswör mannsweg und Ernst-Weber-Straße duf einer öffentlichen Grünfläche. Die Stadt will den Zaun im Herbst entfernen, um neue Wege durchs Viertel anzulegen - dagegen protestieren Anwohner mit einer Unterschriftenaktion.

Der Zaun ist mit seinem dichten Bewuchs eine natürliche Barriere. Er bewahrt spielende Kinder davor, zum viel befahrenen Hauswörmannsweg zu laufen. " Über 100 Kinder spielen auf dem Grünstreifen", sagt Lydia Reckers. Die Mutter hat die Unterschriftenaktion initiiert. Sie befürchtet ein höheres Sicherheitsrisiko für ihre Kinder, wenn der Zaun nicht mehr steht: " Die Kinder könnten dann bis zum Hauswörmannsweg durchlaufen. Das Spielen auf der Straße wäre gefährlicher."

Durch die vielen Stichstraßen habe das Baugebiet Ernst-Weber-Straße einen Dorfcharakter erhalten, der ohne den Zaun ebenfalls verloren gehe.

DER MASCHENDRAHTZAUN muss unbedingt stehen bleiben, sagen Anwohner der Ernst-Weber-Strafie. Sonst werde es für die Kinder zu gefährlich.Foto: Uwe Lewandowski

Warum der Maschendrahtim Herbst abgerissen werden soll, versteht sie nicht. " Der Zaun stört niemanden. Dass die Stadt für so was Geld hat...", sagt sie. Vier Familien kümmern sich um den Grünstreifen, haben Büsche gepflanzt und Rasen gesät. " Wir sorgen uns um den Zaun und setzen ihn wieder in Stand", bietet Reckers an. Mit einer Unterschriftenliste ist sie durch das Baugebiet gegangen, hat alle Anwohner unterschreiben lassen. Die Liste liegt jetzt bei Detlef Gerdts, dem Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt auf dem Tisch - mit der Bitte, sich den Zaunabriss noch einmal gut durch den Kopf gehen zu lassen.

Heute trifft sich der Fachbereich auf einer Umweltbesprechung und wird sich dann auch mit dem Zaun an der Ermt-Weber-Straße beschäftigen. " Ich kann die Argumente der Eltern verstehen", sagt Gerdts. " Wir müssen das noch mit den Planern vom Städtebau besprechen." Eventuell wird erst eine Entscheidung des Rates über die Zukunft des Zaunes entscheiden.

Die Stadt möchte den Zaun abreißen, weil er den Ausbau des Wegesystems bislang blockiere. Vor vollendete Tatsachen will Detlef Gerdts die Anwohner an der Ernst-Weber-Straße aber nicht stellen: " Das wird auf jeden Fall vorher mit den Eltern besprochen. Vielleicht gibt es ja einen Kompromiss."

Das hofft auch Lydia Reckers. " Falls der Zaun tatsächlich wegkommt, muss der Hauswörmannsweg eine Tempo-30-Zone werden", fordert sie. " Da gibt es ja bisher nicht einmal Zebrastreifen." Aber lieber wäre es Lydia Reckers, wenn ihre Kinder weiter am Zaun spielen könnten.
Autor:
nina


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