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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Es ist einiges in die Jahre gekommen"
Zwischenüberschrift:
Osnabrück hat einen neuen Stadtbaurat: Wolfgang Griesert - Eindrücke nach einem Spaziergang
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Einiges ist in die Jahre gekommen", sagt der neue Stadtbaurat Wolfgang Griesert über das Stadtbild Osnabrücks. Der 47-Jährige ist gestern Abend einstimmig (bei vier Enthaltungen) vom Stadtrat für acht jähre zum Dezernenten für Städtebau, Grün und Umwelt gewählt worden. Wir sprachen gestern im Rathaus mit ihm.

Herr Griesert, kennen Sie Osnabrück?
Griesert: Nicht in jeder Einzelheit. Wir haben oft Urlaub in Bad Essen verbracht und kennen daher die Stadt ein wenig. Außerdem haben wir hier Verwandtschaft und ein Patenkind. Heute Morgen bin ich zwei Stunden durch die Stadt gelaufen, um mich umzusehen.

Wo sind Sie gewesen?
Griesert: In der Innenstadt. Ich bin durch die Fußgängerzone bis hinauf in die Johannisstraße, über den Neumarkt, dann zum Heger Tor und zum Stadthaus.

Welchen Eindruck haben Sie gewonnen?
Griesert: Osnabrück hat großes städtebauliches Potenzial. Man spürt auf Schritt und Tritt die Wurzeln und die Geschichte der Stadt.

Mit Potenzial meinen Sie, es besteht Handlungsbedarf?
Griesert: Einiges ist in die Jahre gekommen, das ist keine Frage. Ich kenne die Stadt aber insgesamt noch zu wenig, um sagen zu können, wo am ehesten Handlungsbedarf besteht.

Haben Sie die Stadtteile Osnabrücks schon mal besucht?
Griesert: Nein, aber ich werde sie spätestens dann kennen lernen, wenn ich mit meiner Familie auf Wohnungssuche gehe.

Sie haben den Neumarkt gesehen und wissen sicherlich, dass es einen großen Plan zur Neugestaltung gibt. Was sagen Sie dazu?
Griesert: Ich kenne den Neumarkt noch aus der Zelt, als es das Kaufhaus Wöhrl noch gab. Es gilt, was ich schon gerade sagte: Einiges ist in die Jahres gekommen. Auf dem Neumarkt sollte der Betrachter auch auf die höheren Etagen gucken, um ein Gefühl für die Raumproportionen zu erhalten. Historisch gesehen, war der Platz kleiner dimensioniert. Da hat der Herr Gewers (der Entwickler des Masterplans zum Neumarkt, d. Red.) Recht. Ob der Plan realisierbar ist, kann ich nicht sagen. Dazu müsste ich wissen, welche Nutzungen angestrebt werden und ob Investoren sich davon reizen lassen.

Bis vor einem Jahr hatte Osnabrück einen Umweltdezernenten. Sie werden dessen Aufgaben mit übernehmen. Wollen Sie eher bauen oder Umwelt schützen?
Griesert: Das lässt sich so gar nicht trennen, die Bereiche gehören zusammen, denn wir müssen den richtigen Weg finden bei der Planung von Freiraum und Stadtraum.

OB Fip hat ein Ziel: Bis 2015 soll Osnabrück mindestens 15000 Einwohner mehr haben als heute. Halten Sie das für realistisch?
Griesert: Alle Oberzentren machen Anstrengungen, Zuwanderung in die Stadt zu holen und dem Wanderungsverlust entgegenzuwirken. Das ist auch für Osnabrück eine große Aufgabe. Es geht um junge Familien, die in der Stadt Eigentum schaffen sollen, es geht auch darum, die Älteren wieder in die Stadt zu holen, weil sie hier ohne Mühe die sehr gute Infrastruktur nutzen können.

Ist Osnabrück nur eine Station in Ihrer Laufbahn? Griesert: Nein, in Osnabrück sehe ich den Höhepunkt meiner beruflichen Tätigkeiten. Es ist für mich kein Job wie jeder andere. Das sieht man auch daran, dass meine Familie bald nachziehen wird. Ich werde mit Kopf, Gefühl und Herz an die Aufgabe herangehen.

Was werden Sie nach Ihrem Amtsantritt als Erstes tun?
Griesert: Viele Gespräche führen. Ich werde mit Mitarbeitern aus allen Fachbereichen sprechen. Sie sollen mich persönlich kennen lernen und nicht aus der Presse.

Persönlich:

Die sechste Station

Wolfgang Griesert ist 47 Jahre alt, verheiratet und Vater dreier Kinder (14, 16 und 17 Jahre alt). Dienstbeginn wird am 1. Mai oder 1. Juni sein. Der Termin ist noch mit seinem derzeitigen Arbeitgeber, der Stadt Krefeld, abzustimmen. In Krefeld ist Griesert seit März 2001 als Leitender Stadtbaudirektor (Leiter Stadtplanung und Bauaufsicht) tätig. Er ist dort Vorgesetzter von 90 Mitarbeitern. Zuvor war er Leitender Baudirektor in Minden, Baudirektor In Kiel, Kreisbaurat des Kreises Dithmarschen und Referendar in der Landesbauverwaltung Schleswig-Holstein. Aufgewachsen ist Griesert in Krefeld, in Dortmund studierte er Architektur. Osnabrück bedeutet für ihn einen Karrieresprung, der ihm in Krefeld versagt blieb: 2003 unterlag er bei der Wahl zum Beigeordneten (dem Dezernenten vergleichbar) einem Mitbewerber. Griesert ist auf acht Jahre gewählt. Personalkosten für die Stadt: 148 000 Euro pro Jahr.

Bildunterschrift:
FRISCH ANS WERK: Wolfgang Griesert ist gestern zum neuen Stadtbaurat gewählt worden. Foto: Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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