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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Beim Parken wird der Roller sofort zu einem Auto
Zwischenüberschrift:
Zweiräder dürfen nirgendwo stehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (d.) Mofas, Motorroller und Motorräder sind, man mag es kaum glauben, eigentlich Autos. Will heißen, was das Parken angeht, sind sie den Autos gleichgestellt. Also dürfen sie nicht auf Bürgersteigen, an Fahrradständen, in Fußgängerzonen oder in den Parkhäusern abgestellt werden. Wo aber dann? Eine schwierige Situation, für die weder die Stadt noch die OPG als Parkhausbetreiberin eine Lösung wissen.
Eine Rollerfahrerin, die ihr Zweirad im Bereich Georgstraße / Över de Hase abgestellt hatte, fand vor kurzem einen sonst nur Autofahrern bekannten Zettel am Lenkrad: Ein Knöllchen wegen Falschparkens wurde angedroht. Hat die Stadt eine neue Einnahmequelle entdeckt und bittet nun auch motorisierte Zweiradfahrer zur Kasse?
Rolf Elbracht, Leiter des Fachbereichs Bürger und Ordnung, winkt ab. Över de Hase habe es Beschwerden von Anwohnern gegeben, weil dort zu viele Roller und Motorräder den Bereich verstopft hätten. Da seien die Verkehrskontrolleure eingeschritten und von der sonst üblichen Praxis, " ein Auge zuzudrücken", abgewichen.
Rechtlich könnte die Stadt täglich viele falsch abgestellte motorisierte Zweiräder aufschreiben. Wie gesagt, was das Parken angeht, sind die Zweiräder Autos. Und Pkw haben in Fußgängerzonen und an Fahrradständen auch nichts zu suchen. Wer seinen Roller demnach vor dem Theater (Fußgängerzone), der Lagerhalle (ebenfalls) oder auf einem Gehweg abstellt, kann zur Kasse gebeten werden. " Aber in der Regel schreiten wir nicht ein, wenn das Zweirad nicht behindert", versichert Elbracht. Auf dem Verwarnzettel, den die Rollerfahrerin bekam, stand übrigens der nette Hinweis, man möge doch zukünftig die Parkeinrichtungen der Stadt nutzen.
Nun gut, dann also ab ins Parkhaus mit dem Roller. " Nein", sagt Karl-Heinz Ellinghaus von der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft ganz entschieden. " In unseren Garagen sind aus Sicherheitsgründen nur Autos ohne Anhänger erlaubt, keine Zweiräder."
Bleibt, rechtlich gesehen, für den Mofa- oder Rollerfahrer nur der reguläre Autoparkplatz auf der Straße. Denn ein motorisiertes Zweirad ist ja parktechnisch gesehen ein Wagen. Parkscheiben, die an Motorrädern angebracht werden können, sind auch schon im Handel.
Fragt sich nur, wie die Autofahrer reagieren, deren Parkplatz plötzlich von einem kleinen Mofa okkupiert wird. Ob das Zweirad da lange steht oder nicht schon bald umgeschubst wird?
Fahrradfahrer haben es etwas, aber auch nicht viel leichter. Im Bereich Över de Hase bekamen sie, die genauso behindernd abgestellt waren, zwar keine Knöllchen, denn zum Glück gibt es noch keine Räder mit Nummernschild, durch das der Besitzer ermittelt werden kann. Doch die Stadt hat auch schon mehrmals am Bahnhof oder am Neumarkt Drahtesel wegbringen lassen, wenn zu viele zu behindernd herumstanden.
Wo sollen nun die Motorräder und Mofas ordentlich parken? Niemand weiß es.

FUSSGÄNGERZONE ist dieser Bereich över de Hase. Roller, Mofas und Motorräder dürfen dort rein rechtlich nicht abgestellt werden, auch wenn sie niemanden behindern. Foto: Michael Hehmann
Autor:
d.


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